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14.07.2011

11:15 Uhr

Gute Prognose

Chemiebranche steuert neues Rekordjahr an

Der Branchenumsatz hat im ersten Halbjahr um 12 Prozent zugelegt. Die Produktion stieg um 6,5 Prozent. Der Verband hat seine Umsatz- und Preisprognose für 2011 erhöht.

Der Vorstandsvorsitzende der Evonik Industries AG bei einer Bilanzpressekonferenz in Essen. Quelle: ap

Der Vorstandsvorsitzende der Evonik Industries AG bei einer Bilanzpressekonferenz in Essen.

FrankfurtNach einem überraschend starken ersten Halbjahr steuert die Chemieindustrie in Deutschland für das Gesamtjahr neue Rekordmarken bei Umsatz und Produktion an. „Die deutsche Chemiebranche steht unter Dampf wie schon lange nicht mehr“, erklärte der Präsidemt des Verbandes der Chemischen Industrie (VCI), Evonik-Chef Klaus Engel, am Donnerstag in Frankfurt.

Deutschlands drittgrößter Industriezweig nach der Autobranche und dem Maschinenbau hob zum zweiten Mal in diesem Jahr seine Prognosen für den Branchenumsatz und die Erzeugerpreise an. Nun erwartet der Chemieverband für das Gesamtjahr einen Umsatzanstieg von zehn Prozent. Zuletzt waren neun Prozent in Aussicht gestellt worden. Dabei rechnen die Unternehmen jetzt mit einem Preisanstieg von im Schnitt fünf statt bislang vier Prozent.

Seine Prognose für die Chemieproduktion bekräftigte der VCI: Weiterhin wird 2011 mit einem Produktionsplus von fünf Prozent gerechnet. Zwar erwartet der Verband aufgrund einer bereits hohen Kapazitätsauslastung der Anlagen für das zweite Halbjahr eine Verlangsamung des Wachstums. Dennoch ist VCI-Chef Engel zuversichtlich: „Die deutsche Chemie darf sich im In- und Ausland berechtigte Hoffnungen auf eine weitere Belebung der
Nachfrage nach Chemikalien machen.“

Im ersten Halbjahr weiteten die Chemieunternehmen ihre Produktion um 6,5 Prozent aus und steigerten ihren Umsatz um zwölf Prozent auf 90,5 Milliarden Euro. Dabei konnten die Firmen die Preise für ihre Chemieerzeugnisse im Schnitt um 5,5 Prozent anheben. Auch die Beschäftigung in der Chemiebranche wächst. Die Zahl der Chemiearbeitnehmer nahm im ersten Halbjahr um zwei Prozent auf 423.000 zu.

Von

rtr

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