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08.03.2012

13:04 Uhr

Guter Januar

Deutsche Unternehmen fahren Produktion nach oben

Deutsche Firmen haben im Januar deutlich mehr produziert als im Vormonat. Dennoch warnt das Bundeswirtschaftsministerium vor zu großem Optimismus. Es fehle nämlich an Großaufträgen und die Auslandnachfrage sinke.

Ein Mitarbeiter im Werk des Druckmaschinenherstellers „Heidelberger Druck“. dpa

Ein Mitarbeiter im Werk des Druckmaschinenherstellers „Heidelberger Druck“.

BerlinDie deutschen Unternehmen haben ihre Produktion im Januar überraschend kräftig angekurbelt. Sie stellten 1,6 Prozent mehr her als im Vormonat, teilte das Bundeswirtschaftsministerium am Donnerstag in Berlin mit. Von Reuters befragte Analysten hatten lediglich mit einem Plus von 1,0 Prozent gerechnet, nachdem es im Dezember noch einen Rückgang um 2,6 Prozent gegeben hatte.

„Angesichts der derzeit zurückhaltenden Bestellungen ist von einer zunächst weiterhin gedämpften Entwicklung auszugehen“, warnte das Ministerium vor allzu großem Optimismus. Fehlende Großaufträge und die sinkende Auslandsnachfrage ließen die Industrieaufträge im Januar um 2,7 Prozent schrumpfen. Die Industrie steigerte ihre Produktion um 1,4 Prozent.

Hersteller von Maschinen, Geräten und anderen Investitionsgütern meldeten mit 3,5 Prozent den größten Zuwachs. Die Konsumgüterproduktion legte um 0,1 Prozent zu, während die von Vorleistungen wie Chemikalien um 0,2 Prozent zurückging. Die Baubranche kam auf ein Plus von 4,3 Prozent, die Energieversorger steigerten ihren Ausstoß um 1,7 Prozent.

Hoffnung auf robuste Zuwächse macht vor allem der als zuverlässiger Frühindikator geltende Ifo-Index, der zuletzt drei Monate in Folge gestiegen ist. „Die sich aufhellenden Klimaindikatoren deuten auf eine allmähliche Überwindung der Schwächephase hin“, schrieb das Ministerium. Das sehen Ökonomen genauso. „Die deutsche Wirtschaft wird sich in den kommenden Monaten nicht nur stabilisieren, sondern erholen“, sagte Citigroup-Analyst Jürgen Michels. „Dafür sorgen vor allem die robuste Inlandsnachfrage und gute Geschäfte mit den Schwellenländern.“

Von

rtr

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