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16.04.2012

12:22 Uhr

"Guter Start"

Henkel bekräftigt Jahresziele

Der Konsumgüterkonzern Henkel hat nach Ablauf des ersten Quartals seine Jahresziele bekräftigt. Die Aktionäre sollen mit der höchsten Dividende in der Unternehmensgeschichte belohnt werden.

Blick auf das Werk des Konsumgüterherstellers Henkel in Düsseldorf. dpa

Blick auf das Werk des Konsumgüterherstellers Henkel in Düsseldorf.

Düsseldorf Henkel-Chef Kasper Rorsted arbeitet seit vier Jahren auf ein Ziel hin, Silvester 2012 ist es so weit. Bis zum Jahresende, so Rorsteds Credo, soll der Dax-Konzern aus Düsseldorf eine bereinigte operative Umsatzrendite von 14 Prozent erreichen. Es sieht gut aus: Bislang hat das Unternehmen unter der Führung des Dänen den Weg zu diesem Ziel gradlinig zurückgelegt.

Henkels Aktionäre, die heute im Kongresszentrum der Messe Düsseldorf zur Hauptversammlung zusammenkommen, fragen sich schon: Was kommt danach? Rorsteds Mannschaft arbeitet noch an den Zukunftsplänen, will sie zum Jahresende vorstellen. "Sie sollten uns nicht bis November darben lassen", forderte ein Aktionär heute. Eines ist absehbar: Die wiedergewonnene Stärke des Konglomerats aus Klebstoffen, Reinigungsmitteln und Kosmetik ist neue Grundlage für eine Expansion. Radikale Änderungen in der Unternehmensstruktur sind dagegen nicht zu erwarten.

Heute hat Rorsted den Anteilseignern lieber beschrieben, wie er Rendite und Umsatz sowie den Anteil der Wachstumsländer in den vergangenen Jahren kontinuierlich gesteigert und nebenbei die Schulden reduziert hat. Er bekräftigte erneut die Jahresziele für 2012. "Wir sind gut in das Jahr gestartet", sagte Rorsted. "Wir sind sehr zuversichtlich, dass wir unserer im Jahr 2008 formulierten Finanzziele erreichen werden."

Aktionärsvertreter lobten den Kurs. "Herr Rorsted, Glückwunsch, das war eine Meisterleistung", sagte Jella Benner-Heinacher von der Schutzgemeinschaft DSW. Sie forderte jedoch, die Ausschüttungsquote bei der Dividende künftig zu erhöhen - sie liege bei "mageren 25,5 Prozent".

„Für 2012 rechnen wir mit einem organischen Wachstum von drei bis fünf Prozent und gehen davon aus, dass wir die bereinigte Umsatzrendite auf 14 Prozent und das bereinigte Ergebnis je Vorzugsaktie um mindestens zehn Prozent steigern werden“, sagte Rorsted. Details zum Verlauf des Auftaktquartals nannte er nicht. „Wir sind gut in das Jahr gestartet“, erklärte er lediglich.

Rorsted nannte als eine Strategie für die Zukunft unter anderem die Stärkung der Top-Marken und die Expansion in Wachstumsregionen. Ein florierendes Klebstoffgeschäft und reißender Absatz von Duschgel und Deo in den Schwellenländern hatten dem Hersteller von Persil und Pritt 2011 zu einem Rekordjahr verholfen. Der Konkurrent von Beiersdorf und Unilever hatte seine Erlöse um 3,4 Prozent auf 15,6 Milliarden Euro gesteigert. Bereinigt um Wechselkurseffekte und Zu- sowie Verkäufe stieg er um 5,9 Prozent.

Das Ergebnis vor Zinsen und Steuern (Ebit) legte um neun Prozent auf 2,02 Milliarden Euro zu, die bereinigte Umsatzrendite erreichte mit 13 Prozent den prognostizierten Wert. Der Überschuss stieg auf 1,28 (1,14) Milliarden Euro. Die Aktionäre sollen daran mit der höchsten Dividende in der Unternehmensgeschichte belohnt werden: Sie steigt auf 80 von 72 Cent je Vorzugsaktie und 78 von 70 Cent je Stammaktie.

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