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04.04.2014

11:38 Uhr

Guter Start ins Jahr

Deutsche Industrie meldet viertes Auftragsplus in Folge

Die Auftragsbücher in der deutschen Industrie sind gut gefüllt. Die Branche hat zum vierten Mal in Folge mehr Aufträge an Land gezogen. Das ist auch den Aufschwungkräften der Euro-Zone zu verdanken.

Bei den Investitionsgütern, zu denen beispielsweise Maschinen und Fahrzeuge gehören, gab es ein Wachstum von 0,4 Prozent. dpa

Bei den Investitionsgütern, zu denen beispielsweise Maschinen und Fahrzeuge gehören, gab es ein Wachstum von 0,4 Prozent.

BerlinDie deutsche Industrie trotzt der Krim-Krise und dem Abschwung in großen Schwellenländern. Sie zog im Februar dank der anziehenden Nachfrage aus dem Inland und der Euro-Zone den vierten Monat in Folge mehr Aufträge an Land - das ist die längste Erfolgsserie seit rund vier Jahren. Die Bestellungen legten um 0,6 Prozent zum Vormonat zu, wie das Statistische Bundesamt am Freitag mitteilte.

Im Januar fiel der Zuwachs mit 0,1 Prozent allerdings deutlich geringer aus als zunächst mit 1,2 Prozent angegeben. „Die Daten sprechen für eine weitere Belebung der Industrieproduktion in den kommenden Monaten“, erklärte das Bundeswirtschaftsministerium dazu.

Die größten Maschinenbauer Deutschlands

Platz 10 – Rolls-Royce Power Systems

Umsatz 2012: 3,02 Milliarden Euro

Die deutsche Firma mit Hauptsitz in Friedrichshafen hieß bis Januar 2014 noch Tognum. Sie bietet Dieselmotoren und Antriebssysteme an und ist seit 2007 an der Börse notiert.

Platz 9 – SMS Group

Umsatz 2012: 3,24 Milliarden Euro

Die SMS Group ist der Dachgesellschaft SMS Holding GmbH untergeordnet und verarbeitet Stahl und Nichteisenmetalle. Alleinaktionär ist die Familie um den deutschen Unternehmer Heinrich Weiss.

Platz 8 – MAN

Umsatz 2012: 4,26 Milliarden Euro (MAN Power Engineering)

Die „Maschinenfabrik Augsburg-Nürnberg“ wurde bereits 1758 gegründet und war zunächst für Eisenverarbeitung zuständig. Seit 2011 hält Volkswagen die Mehrheit am Konzern.

Platz 7 – Knorr-Bremse

Umsatz 2012: 4,3 Milliarden Euro

Das größte Unternehmen für Bremssysteme von Schienen- und Nutzfahrzeugen wurde 1905 gegründet und ist nicht an der Börse notiert. Der Hauptsitz liegt in München.

Platz 6 – Kion

Umsatz 2012: 4,73 Milliarden Euro

Die Wiesbadener Kion Group wurde 2006 gegründet, baut Gabelstapler und Lagertechnikgeräte. Sie ging aus der Linde AG hervor und ist seit 2013 an der Börse.

Platz 5 – Thyssen-Krupp

Umsatz 2012: 5,64 Milliarden Euro (Thyssen-Krupp Industrial Solutions)

Deutschlands größter Stahlkonzern sitzt in Essen und entstand 1999 in Folge der Fusion von Hoesch-Krupp und Thyssen. Die historischen Wurzeln reichen in die Phase der industriellen Revolution in Deutschland zurück.

Platz 4 – Gea

Umsatz 2012: 5,72 Milliarden Euro

Das börsennotierte Unternehmen hat seinen Hauptsitz in Düsseldorf und ist auf die Herstellung von Prozesstechnik und Komponenten im Maschinenbau spezialisiert. Es wurde 1881 gegründet.

Platz 3 – Voith

Umsatz Geschäftsjahr 2012/13: 5,73 Milliarden Euro

Die Wurzeln des Heidenheimer Maschinenbau-Unternehmens gehen bis in das Jahr 1867 zurück. Voith befindet sich im Besitz der Gründerfamilie. Das Unternehmen beliefert unter anderem Wasserwerke, Automobilhersteller und die Papierindustrie.

Platz 2 – Linde

Umsatz 2012: 15,28 Milliarden Euro

Die Linde Group sitzt in München und betreibt weltweit ihr Kerngeschäft mit Gasen und Prozess-Anlagen. Das 1879 gegründete Unternehmen ist börsennotiert und im Dax gelistet.

Platz 1 – Siemens

Umsatz Geschäftsjahr 2012/13: 18,59 Milliarden Euro (Siemens Industry)

Das Dax-Unternehmen mit Sitz in Berlin und München ist Deutschlands größter Technologiekonzern. Die Firma wurde 1847 von Werner Siemens gegründet und setzt den Fokus auf Elektrotechnik.

Die Nachfrage aus dem Inland zog um 1,2 Prozent an, die aus dem Ausland um 0,2 Prozent. Dabei wuchs das Neugeschäft mit den Euro-Ländern um 5,9 Prozent, das mit dem Rest der Welt schrumpfte dagegen um 3,1 Prozent. „Erfreulich ist, dass die Aufschwungkräfte der Euro-Zone die Turbulenzen in einigen Schwellenländern mehr als ausgleichen“, sagte der Chefvolkswirt des Deutschen Industrie- und Handelskammertages (DIHK), Alexander Schumann.

Krisenländer wie Spanien und Italien haben inzwischen ihre Rezession hinter sich gelassen und wachsen wieder leicht. Für die deutsche Industrie ist die Währungsunion nach wie der wichtigste Absatzmarkt.

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