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11.08.2011

15:35 Uhr

Gutes Auslandsgeschäft

Stada hat weitere Zukäufe im Visier

Der Pharmakonzern Stada konnte im ersten Halbjahr Gewinn und Umsatz deutlich steigern. Der Expansionshunger ist noch lange nicht gestillt.

Blick auf das Logo des Pharmakonzerns Stada. Quelle: dpa

Blick auf das Logo des Pharmakonzerns Stada.

FrankfurtDer Generikahersteller Stada will seine Abhängigkeit vom Kerngeschäft mit Nachahmermedikamenten in Deutschland weiter verringern. Stattdessen setzt der Konzern aus Bad Vilbel bei Frankfurt zunehmend auf Markenprodukte. Stada habe einige weitere Zukäufe im Visier, sagte Konzernchef Hartmut Retzlaff zur Vorlage der Halbjahreszahlen. „Unser Akquisitionshunger ist noch nicht gestillt.“

Stada macht im Generikageschäft derzeit der Spardruck in den Gesundheitssystemen vieler Länder zu schaffen. „Wer sich ausschließlich auf Generika konzentriert in der Zukunft, wird sicherlich nicht mehr die Gewinne abliefern können, die der Markt erwartet“, sagte Retzlaff. Der Fokus bei Zukäufen liege daher vor allem auf dem Erwerb von margenstarken Markenprodukten.

Zu den bekannten Stada-Marken zählen etwa die Sonnencreme Ladival, die Salbe Mobilat und das Erkältungsmittel Grippostad. Bei den Anlegern kommt die Expansionsstrategie offenbar gut an: Die im Nebenwerteindex MDax notierte Stada-Aktie gewann in einem etwas festeren Gesamtmarkt mehr als fünf Prozent. Neben dem Ausbau des Markengeschäfts will das Unternehmen auch im Ausland noch stärker Fuß fassen.

Dabei hat Retzlaff vor allem Osteuropa im Blick. Für die Expansion in dieser Wachstumsregion kauft Deutschlands drittgrößter Generikahersteller, der mit Großkonzernen wie Teva und Novartis konkurriert, bereits ein Arzneimittelpaket vom Rivalen Grünenthal. Die Transaktion soll bis Ende des Jahres abgeschlossen sein.

In der Schweiz will der Konzern das Generika-Geschäft der Spririg Pharma AG kaufen. Mit den jüngsten Zukäufen könne Stada sein Geschäft weiter internationalisieren und die Abhängigkeit vom deutschen Generika-Markt verringern, sagte Retzlaff.

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