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08.04.2014

16:02 Uhr

Gutes Quartal

VW-Absatz legt zu

Nach einem eher schwachen Gesamtjahr 2013 läuft das erste Quartal für Volkswagen wieder rund. In den ersten drei Monaten verkauft der Konzern rund fünf Prozent mehr Autos. Vor allem Audi hebt den Schnitt.

VW-Chef Martin Winterkorn kann mit dem ersten Quartal zufrieden sein. dpa

VW-Chef Martin Winterkorn kann mit dem ersten Quartal zufrieden sein.

WolfsburgBei Europas größtem Autohersteller Volkswagen zeichnet sich in puncto Absatz ein starkes erstes Quartal ab. Bei den drei wichtigsten Marken des Konzerns (VW Pkw, Audi und Porsche) stieg die Zahl der verkauften Autos in den ersten drei Monaten des Jahres um rund fünf Prozent auf 1,93 Millionen. Dabei legte der Absatz bei der Pkw-Kernmarke VW um 3,9 Prozent auf 1,48 Millionen Stück zu, wie der Konzern am Dienstag in Wolfsburg mitteilte. Für alle Marken zusammengenommen hat der Konzern für dieses Jahr ein „moderates“ Wachstum in Aussicht gestellt - mit einem geringeren Auslieferungsplus als den knapp fünf Prozent aus dem Jahr 2013.

Die Zahl der verkaufen Porsches kletterte in den ersten drei Monaten um 4,5 Prozent auf 38 663 Autos, wie der Sportwagenbauer ebenfalls am Donnerstag mitteilte. Der Stuttgarter Autohersteller ist seit Mitte 2012 komplett in den VW-Konzern eingegliedert und stellte zuletzt die profitabelste Marke der Wolfsburger.

Bei der Tochter Audi - der wichtigsten Gewinnstütze der Wolfsburger im vergangenen Jahr - stieg der Absatz nach Angaben vom Montag um knapp zwölf Prozent auf fast 413 000 Stück. Vor allem in China waren Audis gefragt. Hier zog der Verkauf im ersten Quartal um ein Fünftel an.

Die profitabelsten Autokonzerne der Welt

Platz 10

Fiat-Chrysler - 2,15 Milliarden Euro Gewinn im Jahr 2013

Durch die Fusion mit dem US-Autoriesen retten sich auch die Italiener in die Gewinnzone. Ohne Chrysler stünde unterm Strich ein Verlust von 188 Millionen Euro.

Platz 9

Nissan - 3,28 Milliarden Euro Gewinn

Die Japaner können beim Gewinn wieder leicht zulegen. Unterm Strich steht ein Plus von etwa zwei Prozent.

Platz 8

Ford - 4,2 Milliarden Euro Gewinn

Der operative Gewinn fällt bei Ford etwa sieben Prozent niedriger aus als im Vorjahr. Dabei haben die Amerikaner mit dem Pickup F-150 das meistverkaufte Auto in den USA in ihren Reihen.

Platz 7

General Motors - 4,68 Milliarden Euro Gewinn

Eine Rückrufserie erschüttert derzeit das Vertrauen der Amerikaner in ihren größten Autokonzern. 2013 war davon noch nichts zu spüren. Der operative Gewinn legt um 13 Prozent zu.

Platz 6

Honda - 4,87 Milliarden Euro Gewinn

Bei den Japanern sorgt der schwache Yen für Rückenwind im Export. Der operative Gewinn legt um satte 35 Prozent zu.

Platz 5

Hyundai/Kia - 7,16 Milliarden Euro Gewinn

Das koreanische Duo kann beim operativen Gewinn nicht an die Vorjahre anknüpfen. Bei Hyundai sinkt der operative Gewinn um ein Prozent, bei Kia sogar um zehn Prozent.

Platz 4

Daimler - 7,61 Milliarden Euro Gewinn

Beim Profit verpassen die Schwaben das Treppchen nur knapp. Vor allem weil der operative Gewinn bereinigt um den Verkauf der EADS-Aktien um 14 Prozent sinkt.

Platz 3

BMW - 7,99 Milliarden Euro Gewinn

Auch bei den Münchener fällt der operative Gewinn um drei Prozent niedriger aus. Das reich aber immer noch für die Bronzemedaille.

Platz 2

Volkswagen - 11,67 Milliarden Euro Gewinn

Im Zwölf-Marken-Reich des VW-Konzerns geht es auch beim Profit leicht nach vorne. Zwei Prozent Plus stehen markenübergreifend unterm Strich. Für die Spitzenposition reicht das nicht.

Platz 1

Toyota - 16,91 Milliarden Euro Gewinn

Beim Profit kann kein anderer Hersteller den Japanern das Wasser reichen. Im Jahr 2013 steigt der operative Gewinn von Toyota um satte 132 Prozent.

Quelle

Studie von Ernst & Young "Die größten Automobilhersteller weltweit" im April 2014.

Die Absatzzahlen der drei Marken stützten den Kurs der VW-Aktie in einem schwachen Marktumfeld. Das Papier konnte sich seit der Veröffentlichung der Audi-Zahlen am Montagvormittag dem Abwärtstrend im Dax größtenteils entziehen.

Am Freitag hatte der Audi-Rivale Daimler ebenfalls Zuwächse im zweistelligen Bereich vermeldet. Der Absatz der Pkw-Sparte rund um die Kernmarke Mercedes-Benz legte im ersten Quartal um 13,5 Prozent auf knapp 400 000 Neuwagen zu. Der weltweit größte Oberklassehersteller BMW hat seine Verkaufszahlen für März noch nicht vorgelegt.

Von

dpa

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