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27.10.2016

10:24 Uhr

Gutes Quartalsergebnis

Erfolgreiche Tochter treibt Gewinn von Wacker

Geringere Energie- und Rohstoffkosten sowie die Halbleitertochter Siltronic sorgen für einen deutlichen Gewinnanstieg beim Spezialchemiekonzern Wacker Chemie – trotz der Probleme auf den Absatzmärkten.

Der deutliche Gewinnanstieg der börsennotierten Tochter Siltronic und ein sparsamer Ressourcenverbrauch trugen zum guten dritten Quartal von Wacker Chemie bei. dpa

Wacker Chemie

Der deutliche Gewinnanstieg der börsennotierten Tochter Siltronic und ein sparsamer Ressourcenverbrauch trugen zum guten dritten Quartal von Wacker Chemie bei.

MünchenDer Spezialchemiekonzern Wacker Chemie profitiert von einem sparsameren Ressourcenverbrauch. Das Unternehmen senkte seine Energie- und Rohstoffkosten und machte damit im dritten Quartal Belastungen durch den Preiskampf auf den Absatzmärkten mehr als wett. Trotz leicht sinkender Erlöse stiegen die Gewinne deutlich, wie Wacker am Donnerstag in München mitteilte. Der Vorstand erwartet im Gesamtjahr unverändert einen Ergebnisanstieg von bis zu zehn Prozent und einen Umsatzzuwachs im niedrigen einstelligen Prozentbereich. Die Aktie führte am Morgen mit einem Plus von 1,9 Prozent die Gewinnerliste im Nebenwerteindex MDax an.

Während der Umsatz im Sommer um ein Prozent auf 1,35 Milliarden Euro schrumpfte, kletterte das Ergebnis vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen (Ebitda) um 14 Prozent auf 301 Millionen Euro. Der Überschuss legte um 16 Prozent auf knapp 68 Millionen Euro zu. Zwar konnte Wacker die gesunkenen Preise für Solarsilicium, Halbleiterwafer und einige Chemieprodukte nicht vollständig durch größere Absatzmengen ausgleichen. Für den Gewinnanstieg sorgten aber vor allem die Kostensenkungen. Die Mitarbeiterzahl blieb unverändert bei weltweit gut 17.000, davon 12.000 in Deutschland.

Zum Gewinnanstieg trug die börsennotierte Halbleitertochter Siltronic bei, die ihr Betriebsergebnis um 26 Prozent auf 37 Millionen Euro steigerte. Das Unternehmen profitierte von einer boomenden Nachfrage und konnte damit den Preisrückgang zumindest stoppen. "Wir mussten Lagerbestände abbauen, um die Nachfrage abdecken zu können. Teilweise mussten wir auch Kundenaufträge ablehnen", erklärte Siltronic. Im Gesamtjahr erwartet der Halbleiterhersteller einen Anstieg seiner Umsatzrendite.

Von

rtr

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