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21.01.2010

07:52 Uhr

Halbleiter

Chiphersteller Hynix legt zu

Die Halbleiterindustrie erholt sich allmählich, und das spürt auch der südkoreanische Chiphersteller Hynix: Zum zweiten Mal in Folge hat die weltweite Nummer zwei einen Quartalsgewinn erzielt. Das Ergebnis lag sogar über den Erwartungen von Marktforschern.

Mitarbeiter beim Chiphersteller Hynix in Icheon nahe der südkoreanischen Hauptstadt Seoul. Reuters

Mitarbeiter beim Chiphersteller Hynix in Icheon nahe der südkoreanischen Hauptstadt Seoul.

HB SEOUL. Die guten Nachrichten vom IT-Markt reißen nicht ab: Dank der steigenden Nachfrage auf dem Speicherchipmarkt hat der südkoreanische Hersteller Hynix Semiconductor im vierten Quartal einen ordentlichen Gewinn verzeichnet. Zugleich prognostizierte die Nummer zwei der Speicherchipbranche am Donnerstag weiteres Wachstum. Analysten sind überzeugt davon, dass die führenden Hersteller von DRAM-Chips in diesem Jahr wiedererstarken und deutlich von der Wirtschaftserholung und den steigenden Unternehmensausgaben für neue Computer profitieren. Das Marktforschungsinstitut Gartner rechnet damit, dass der IT-Markt 2010 um 4,6 Prozent auf 3,4 Billionen Dollar wächst. Im vergangenen Jahr waren die Ausgaben noch um diesen Prozentsatz zurückgegangen.

Laut Gartner resultiert das Wachstum aus der wirtschaftlichen Erholung und dem schwächeren Dollar. In allen großen Bereichen wie Hardware, Software und Dienstleistungen zögen die Geschäfte an. Die Erholung werde vor allem von den Schwellen- und Entwicklungsländern ausgehen. Hynix-Finanzchef M.C. Kim rechnet damit, dass die neue Windows-Software und höhere Unternehmensausgaben das Wachstum des PC-Marktes befeuern. In der Vergangenheit haben Hynix wie Weltmarktführer Samsung Electronics davon profitiert, hochklassige Chips zu geringen Kosten herzustellen. „Die Industrie befindet sich in einer guten Verfassung“, betonte Analyst Kim Young-Gak von Hyundai Securities.

Für das abgelaufene vierte Quartal wies das südkoreanische Unternehmen einen Betriebsgewinn von umgerechnet rund 441 Mio. Euro (708 Mrd. Won) aus. Analysten hatten mit rund 390 Mio. Euro gerechnet. Im Vorjahr hatte Hynix noch einen operativen Verlust von 497 Mio. Euro verbuchen müssen. Im dritten Quartal des vergangenen Jahres waren die Südkoreaner nach sieben Verlustquartalen in die Gewinnzone zurückgekehrt. Netto blieb im Schlussquartal ein Gewinn von 400 Mio. Euro übrig. Die Umsätze stiegen auf einen Rekordwert von 1,7 Mrd. Euro.

Der Chipkonzern teilte mit, noch in der ersten Hälfte des Jahres einen Käufer für einen Anteil von 28 Prozent am Unternehmen zu bestimmen. Es werde gezielt nach nationalen Investoren gesucht, aber es könnten auch ausländische Anleger einsteigen. Bisher hat lediglich der südkoreanische Mischkonzern Hyosung Interesse bekundet.

Die Hynix-Aktie stieg in Seoul um 2,2 Prozent. Das Papier hat im Januar bereits mehr als elf Prozent zugelegt.

Hynix konkurriert unter anderem mit der japanischen Elpida Memory sowie der taiwanischen Powerchip und dem deutschen Infineon-Konzern. Zuletzt hatte bereits US-Chipgigant Intel mit einem Gewinnsprung auf 2,3 Mrd. Dollar überrascht. Im vergangenen Jahr hatte sich die Speicherchipbranche angesichts des Preisverfalls und eines deutlichen Nachfragerückgangs nach Elektronikprodukten in der schlimmsten Krise seit Beginn der Produktion von Halbleitern befunden.

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