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22.01.2010

07:33 Uhr

Halbleiter-Hersteller

AMD dank Intel mit Milliardengewinn

Dank eines milliardenschweren Schecks vom Erzrivalen Intel ist dem Halbleiter-Konzern Advanced Micro Devices (AMD) die Rückkehr in die Gewinnzone gelungen. Unterm Strich verdiente AMD von Oktober bis Dezember knapp 1,2 Milliarden Dollar nach einem Minus von 128 Mio. Dollar im Vorjahreszeitraum.

Dank eines Milliarden-Schecks von Intel hat AMD deutlich zugelegt. ap

Dank eines Milliarden-Schecks von Intel hat AMD deutlich zugelegt.

HB SUNNYVALE. Dank der Vergleichszahlung aus einem Wettbewerbs- und Patentstreit kam AMD aus der Verlustzone heraus und wies im Schlussquartal einen Gewinn von knapp 1,2 Mrd. US-Dollar aus. Konzernchef Dirk Meyer sprach am Donnerstag von einem Meilenstein. Die Zahlung hatte 1,25 Mrd. Dollar betragen. Im Gesamtjahr drehte das Ergebnis deshalb mit 300 Mio. Euro ins Plus. Das war mehr als Börsianer erwartet hatten.

Im Jahr davor hatte AMD noch mit 3,1 Mrd. Dollar in den roten Zahlen gestanden, im Schlussquartal alleine war ein Minus von 128 Mio. Dollar angefallen. Neben hausgemachten Problemen hatte die Wirtschaftskrise den Konzern aus dem kalifornischen Sunnyvale in die Tiefe gerissen.

Die Kunden kommen jedoch zurück. Im Schlussquartal sprang der Umsatz um 42 Prozent auf gut 1,6 Mrd. Dollar hoch. Intel hatte bereits vor einer Woche die Marschrichtung vorgegeben und Zahlen präsentiert, die mit denen aus der Boomzeit mithalten konnten.

Vor allem die Unternehmen müssen dringend ihre alten Computer austauschen. Das hatten sie in der Rezession aufgeschoben. Das gut angenommene neue Betriebssystems Windows 7 von Microsoft beflügelt die Verkäufe obendrein. Besonders das Asiengeschäft lief für AMD zuletzt gut.

Allerdings steckt nur etwa in jedem fünften Computer ein Prozessor von AMD, Intel ist übermächtig. AMD-Chef Meyer sieht in der Wirtschaftskrise aber die Vorteile bei sich. „Die Kunden wollen den meisten Wert für ihren Dollar“, sagte er. AMD-Chips sind billiger als die des größeren Rivalen.

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