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21.06.2013

18:48 Uhr

Haltepunkte auf US-Routen

Tesla will Akku-Tausch für Elektroautos anbieten

An speziellen Haltepunkten sollen Akkus von Elektroautos künftig binnen 90 Sekunden gewechselt werden. Das plant der US-Autobauer Tesla auf großen US-Straßen. Die Kosten für den Autofahrer entsprächen einer Tankfüllung.

In 90 Sekunden sollen Elektroautos in Zukunft mit einem neuen Akku ausgestattet werden und wieder startklar sein. Reuters

In 90 Sekunden sollen Elektroautos in Zukunft mit einem neuen Akku ausgestattet werden und wieder startklar sein.

Los AngelesDer US-Elektroautobauer Tesla will Bedenken potenzieller Kunden über zu geringe Reichweiten mit einem Akku-Tausch binnen 90 Sekunden zerstreuen. Das Unternehmen will hierzu auf den vielbefahrenen Routen zwischen Los Angeles und San Francisco sowie zwischen Washington und Boston spezielle Haltepunkte einweihen, an denen die Batterien gewechselt werden können. „Hoffentlich wird dies die Menschen endlich überzeugen, dass die Zukunft den Elektroautos gehört“, erklärte Firmenchef Elon Musk.

Knackpunkt der mit Strom betriebenen Autos ist die eher geringe Reichweite, die dann in der Regel zudem relativ lange Zeit zum Wiederaufladen benötigt. Daher hatte der Daimler-Partner Tesla erst Ende Mai angekündigt, sein Netz schneller Ladestationen auszubauen, an denen die Batterien binnen 30 Minuten geladen werden können. Tesla gilt als Vorreiter bei der Nutzung der bei Handys und Werkzeugen üblichen Lithium-Ionen-Akkus.

Der Tausch des Akku-Packs soll zwischen 60 und 80 Dollar kosten und damit in etwa so viel wie eine Tankfüllung Benzin. Fahrer müssen entweder auf dem Rückweg ihre ursprünglichen Batterien wieder abholen oder den Aufpreis für das neue Paket bezahlen. Tesla will zunächst etwa 50 bis 100 Millionen Dollar in die Stationen zum Akku-Tausch investieren.

Ein ähnliches Geschäftsmodell hatte das Unternehmen Better Place verfolgt: Der Renault -Partner meldete aber Ende Mai Insolvenz an. Das vom früheren SAP -Manager Shai Agassi gegründete Unternehmen wollte in mehreren Ländern ein Netz von Batterietausch-Stationen aufbauen. In den kleinen Ländern Israel und in Dänemark war Better Place 2012 an den Start gegangen, Australien sollte bald folgen.

An Tesla hat sich Daimler 2009 beteiligt, auch Toyota ist ein Anteilseigner. Das vor zehn Jahren gegründete Unternehmen schrieb jüngst erstmals schwarze Zahlen.

Von

rtr

Kommentare (2)

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Account gelöscht!

21.06.2013, 19:22 Uhr

Mit der Schnapsidee wird Tesla wohl der nächste Pleitekandidat!
Der Tesla Roadter ist ein Spielzeug für Leute die sonst schon alles haben, und wird wohl selten als Reisemobil genutzt!
Jemand der Geld hat wird diese Strecken wohl eher mit dem Flieger, Hubschrauber oder der Leih-Limo zurücklegen!
Jeder andere kann sich wohl kein Tesla leisten mal abgesehen davon das man mit jedem Benziner viel günstiger fahren kann!

OnkelMax

21.06.2013, 22:40 Uhr

Super!Macht weiter so! Macht den anderen Herstellern feuer unter dem Autodach. Hoffentlich setzt sich das E-Auto gegen all die Lobbyarbeit der Ölmagnate etc. durch. Das wäre so geil wenn nicht mehr diese Stinker rumfahren. Weniger Feinstaubbelastung. Weniger Krankheiten/Krebsfälle. Und Strom aus regenerativer Energie. Das ist eine tolle Zukunft. Tesla wird das neue Apple wenn Sie es weiter so clever machen und nicht von den anderen "Mächten" in die Pleite geritten werden oder bekämpft werden so wie bei "better place" geschehen. Ich bete für die Elektrorevolution...

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