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07.06.2011

16:17 Uhr

Handelsblatt Exklusiv

Heideldruck kämpft sich aus der Krise

VonMartin Murphy

ExklusivDie Bürgschaften sind zurückgezahlt, die Nachfrage nach Druckmaschinen steigt: Der Maschinenbauer Heideldruck könnte trotz einiger Risikofaktoren noch in diesem Jahr unter dem Strich einen Überschuss erwirtschaften.

Heideldruck sieht wieder besseren Zeiten entgegen. Quelle: dpa

Heideldruck sieht wieder besseren Zeiten entgegen.

DüsseldorfDer Maschinenbauer Heidelberger Druck hat sich aus der tiefsten Krise seiner Unternehmensgeschichte herausgekämpft. Die Staatsbürgschaften in dreistelliger Millionenhöhe, mit denen der Konzern 2008 sein Überleben sicherte, sind zurückgezahlt und die Nachfrage nach Druckmaschinen zieht wieder an. Nach dem tiefen Absturz auf einen Umsatzniveau von zuletzt 2,6 Milliarden Euro rechnet Vorstandschef Bernhard Schreier mit einer Erholung, die wird aber langsam gehen. „Wir arbeiten uns Schritt für Schritt auf einen Umsatz von drei Milliarden Euro zu“, sagte er dem Handelsblatt (Mittwochausgabe).

Im Anfang April angelaufenen Geschäftsjahr 2011/12 werde Heideldruck das Ziel sicherlich nicht erreichen. „Aber wir wollen einen guten Schritt in diese Richtung machen.“ Der Chef des Weltmarktführers äußert sich damit erstmals zu der Erwartung für das laufende Jahr. Auch beim Ergebnis rechnet Schreier mit einer Verbesserung. Nach tiefroten Zahlen hatte das Unternehmen im abgelaufenen Geschäftsjahr ein ausgeglichenes operatives Ergebnis erzielt. Ab einem Umsatz von drei Milliarden Euro wird die Gesellschaft einen Gewinn vor Steuern und Zinsen (Ebit) von mindestens 150 Millionen Euro ausweisen. „Das ist eine Rendite, bei der man von einem gesunden Unternehmen sprechen kann“, sagte Schreier. Er schloss nicht aus, dass in diesem Jahr auch unter dem Strich ein Überschuss stehen könnte.

Eine konkretere Prognose wird der Konzernchef auch nicht auf der Bilanzpressekonferenz in der kommenden Woche nennen, da es einige Risikofaktoren gibt. So ist die Nachfrage aus dem wichtigen US-Markt sowie Südeuropa schwach. „In China und Deutschland laufende die Geschäfte hingegen sehr gut“, sagte Schreier.

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