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13.06.2012

16:00 Uhr

Stada macht noch den größten Teil seines Geschäfts in Deutschland. dpa

Stada macht noch den größten Teil seines Geschäfts in Deutschland.

Der drittgrößte deutsche Generikaanbieter Stada will in den nächsten Jahren stark in Osteuropa wachsen. Insbesondere in Russland, wo das Unternehmen bereits der zweitgrößte Anbieter nach dem lokalen Marktführer Pharmstandard ist, sieht der Stada-Vorstandsvorsitzende Hartmut Retzlaff noch viel Potenzial für das Unternehmen. „Russland wird voraussichtlich schon 2015 der größte Markt für uns sein“, sagte er im Gespräch mit dem Handelsblatt. Derzeit macht Stada noch den größten Teil seines Geschäfts in Deutschland, wo 28 Prozent des Gesamtumsatzes von zuletzt 1,7 Milliarden Euro erzielt werden. Allerdings ist der Anteil des deutschen Geschäfts in den vergangenen Jahren kontinuierlich gesunken.
Russland ist mit 280 Millionen Euro Umsatz und 16 Prozent Anteil bereits der zweitwichtigste Markt für den Konzern aus dem hessischen Bad Vilbel. Stada war 2004 in den russischen Markt eingestiegen und hatte dort 2005 die russische Firma Nizhpharm übernommen sowie 2007 die Pharmagruppe Makiz. Nach den Prognosen der Marktforscher von IMS Health wird der Markt auch in den nächsten Jahren jährlich zweistellig zulegen. Neue Markenprodukte wie Nahrungsergänzungsmittel und ein Gynäkologieprodukt, deren Markenrechte Stada im ersten Quartal dieses Jahres erworben hat, sollen dazu beitragen, dass der deutsche Generikahersteller in Russland auch künftig über dem Konzerndurchschnitt verdient. Die operative Marge des gesamten Konzerns lag im vergangenen Jahr bei 15 Prozent des Umsatzes, wobei Sondereffekte aus dem laufenden Effizienzprogramm nicht eingerechnet sind.

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tel

Kommentare (1)

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muunoy

13.06.2012, 16:23 Uhr

Im Artikel wird nicht erwähnt, dass Stada auch das Serbische Pharmaunternehmen Hemofarm mit einem starken Export-Anteil nach RU und einem Produktionsstandort dort gekauft hat. Nachteilig an der Akquisition von Hemofarm war vermutlich aber, dass Hemofarm auch viel nach GR geliefert hat und wohl mit Zahlungsausfällen zu rechnen hat.

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