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08.02.2016

15:09 Uhr

Hasbro und Mattel

Hochzeitsglocken für Barbie

Die US-Branchenriesen Hasbro und Mattel sollen über eine Fusion gesprochen haben. Nicht nur Barbie und Furby, auch etliche andere weltweit bekannte Spielzeugmarken könnten dabei verkuppelt werden.

Die Paletten der beiden Konzerne würden sich gut ergänzen. dpa

Mattel-Klassiker Barbie

Die Paletten der beiden Konzerne würden sich gut ergänzen.

New York/PawtucketDiese Fusion würde die Branche umkrempeln. Ein Zusammenschluss der beiden mit Abstand größten US-Spielzeughersteller könnte Mattels Traditionsmarken von Barbie über Hot Wheels bis hin zu Fisher Price und Matchbox mit Hasbros Klassikern wie Transformers, Monopoly oder Furby und darüber hinaus die Actionfiguren von Marvel und „Star Wars“ unter ein Dach bringen. Die Ausmaße wären gigantisch: Gemeinsam würden Mattel und Hasbro auf einen Börsenwert von gut 20 Milliarden Dollar kommen und die Konkurrenz damit weit hinter sich lassen.

Die US-Spielzeugriesen hatten in den letzten Jahren wenig zu feiern, deshalb könnten sie sich ausrechnen, mit vereinten Kräften stärker zu sein. Hasbro sei Ende 2015 an Mattel herangetreten, um die Chancen für eine Verschmelzung auszuloten, hatte der Finanzdienst Bloomberg am Donnerstag unter Berufung auf Insider berichtet. Danach habe es mehrere Gespräche gegeben. Vor 20 Jahren war schon einmal über eine Fusion verhandelt worden.

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Zu den neuen Spekulationen wollten sich die Unternehmen bislang nicht äußern. Doch zumindest die Angebotspalette scheint gut zusammen zu passen. Auch wenn die Grenzen inzwischen etwas verschwommen sind, galt Mattel mit Barbie, American Girl und Co traditionell lange eher als Anbieter für Mädchen, während sich Hasbro mit Comic-Helden wie G.I. Joe, oder der Spielzeugpistolen-Marke Nerf („Super Soaker“) stärker auf Produkte für Jungs konzentrierte.

Insgesamt floriert das Geschäft mit Spielwaren: Daten des Markforschers NPD Group zeigen, dass der Umsatz in den USA im vergangenen Jahr um sieben Prozent auf 19,45 Milliarden Dollar gestiegen ist.
Der „Star Wars“-Film „Das Erwachen der Macht“ hat Hasbro zum Jahresende die Kassen gefüllt. Im Weihnachtsquartal kletterte der Umsatz im Vergleich mit dem Vorjahreszeitraum um 13 Prozent auf 1,47 Milliarden Dollar (1,32 Milliarden Euro), wie der US-Konzern am Montag mitteilte.

Vor allem die Lizenzen für Fanartikel zu Blockbustern wie dem jüngsten Teil der Sternenkrieger-Saga oder dem Dinosaurier-Spektakel „Jurassic World“ zahlten sich aus. In der Sparte für Jungs-Spielzeug, in die die Action-Figuren zu den Filmen fallen, legten die Verkäufe um 35 Prozent zu. Unter dem Strich stieg der Gewinn um gut drei Prozent auf 175,8 Millionen Dollar.

Die Ergebnisse fielen damit besser aus als von Analysten prognostiziert. Bei Mattel war der Umsatz 2015 um fünf Prozent auf 5,7 Milliarden Dollar gesunken.

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