Handelsblatt

MenüZurück
Wird geladen.

23.05.2013

12:20 Uhr

Hauptversammlung

Autokrise in Europa macht Lanxess zu schaffen

Beim Chemiekonzern Lanxess hinterlässt die anhaltende Krise der Autoindustrie in Europa weiter Spuren. Der Kautschuk-Hersteller ist nicht immun gegen Nachfrageschwankungen. Doch Lanxess erwartet eine Verbesserung.

Für das zweite Quartal erwartet Lanxess eine leichte Verbesserung des Geschäfts. dpa

Für das zweite Quartal erwartet Lanxess eine leichte Verbesserung des Geschäfts.

KölnDie anhaltende Autokrise in Europa hinterlässt beim Chemiekonzern Lanxess nach wie vor tiefe Spuren. „Wir bei Lanxess sind nicht immun gegen derartige Nachfrageschwankungen“, sagte Konzernchef Axel Heitmann am Donnerstag auf der Hauptversammlung in Köln laut Redetext. Das Unternehmen ist der weltgrößte Hersteller von synthetischem Kautschuk, der unter anderem in der Auto- und Reifenindustrie zum Einsatz kommt.

„Für das zweite Quartal erwarten wir eine leichte Verbesserung des Geschäfts“, sagte Heitmann. Zwar seien die Bestellungen der Auto- und Reifenhersteller weiterhin flau, der Abbau der Lagerbestände bei den Kunden schwäche sich aber ab.

Die Rheinländer rechnen damit, dass der um Sondereinflüsse bereinigte operative Gewinn (Ebitda) im zweiten Quartal über dem des schwachen Auftaktquartals liegen wird. Der Konzern erwartet ein Ergebnis von unter 220 Millionen Euro. Für das zweite Halbjahr geht Heitmann dann von einer konjunkturellen Verbesserung der Geschäftslage aus.

Der Chemiekonzern bestätigte seine Jahresprognose: Das Unternehmen will im kommenden Jahr ein um Sondereffekte bereinigtes Ergebnis vor Zinsen, Steuern, Abschreibungen (Ebitda) von 1,4 Milliarden erreichen und den Wert bis 2018 auf 1,8 Milliarden Euro steigern. In diesem Jahr rechnet Heitmann aber mit einem deutlichen Rückgang des Ergebnisses auf unter eine Milliarde Euro.

2012 hatte der Wert noch bei gut 1,2 Milliarden Euro gelegen. Der Dax-Konzern verdiente unter dem Strich 514 Millionen Euro, von denen mit einem Dividendenvorschlag von einem Euro je Aktie mehr als 83 Millionen Euro an die Aktionäre ausgeschüttet werden sollen.

Im ersten Quartal erfasste die Autokrise in Europa den Konzern voll. Wegen der schwachen Auto- und Reifenindustrie brachen Umsatz, operatives Ergebnis und Gewinn ein. Mit einem Sparprogramm will der Konzern gegensteuern. Die Investitionen für das laufende Jahr werden um bis zu 100 Millionen auf rund 600 Millionen Euro zusammengestrichen. „Wir bei Lanxess handeln so, wie Sie es von uns gewohnt sind: Schnell, entschlossen und zielgerichtet“, sagte Heitmann den Aktionären.

Der geplante Umzug des 2004 aus dem Bayer-Konzern herausgelösten Unternehmens von Leverkusen nach Köln liege voll im Plan, sagte der Vorstandschef weiter. Lanxess zieht mit rund 1000 Mitarbeitern in das ehemalige Lufthansa-Hochhaus in Köln-Deutz; die Einweihung ist für den 3. September geplant. Insgesamt beschäftigt der Spezialchemiekonzern bei einem Umsatz von gut neun Milliarden Euro rund 17.400 Menschen.

Direkt vom Startbildschirm zu Handelsblatt.com

Auf tippen, dann auf „Zum Home-Bildschirm“ hinzufügen.

Auf tippen, dann „Zum Startbildschirm“ hinzufügen.

×