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29.04.2014

17:22 Uhr

Hauptversammlung

Bayer lotet Zukäufe bei rezeptfreien Medikamenten aus

Mit Präparaten wie Aspirin, Alka Seltzer oder dem Magenmittel Renie ist Bayer bereits eine internationale Größe bei rezeptfreien Medikamenten. Doch Konzernchef Dekker will „Optionen für weitere Zukäufe prüfen“.

Greift die Konkurrenz nach Bayer Material Science oder hält der Konzern sein Geschäft – etwa hier mit intelligenten Handschuhen, die Computersteuerung erleichtern sollen – beisammen? dpa

Greift die Konkurrenz nach Bayer Material Science oder hält der Konzern sein Geschäft – etwa hier mit intelligenten Handschuhen, die Computersteuerung erleichtern sollen – beisammen?

KölnDeutschlands größter Arzneimittelhersteller Bayer lotet für sein Geschäft mit rezeptfreien Präparaten und Gesundheitsprodukten Übernahmen aus. Bayer wolle „Optionen für weitere Zukäufe prüfen“, sagte Konzernchef Marijn Dekkers am Dienstag vor rund 3.600 Aktionären auf der Hauptversammlung in Köln. Bayer zählt mit Präparaten wie Aspirin, Alka Seltzer und dem Magenmittel Rennie bereits zu den internationalen Größen. Der Konzern hat sich zum Ziel gesetzt, die weltweite Nummer Eins in dem Geschäft zu werden. Aktuell ist das der US-Konzern Johnson & Johnson.

Die Leverkuser sind mit der Situation vertrauten Personen zufolge neben dem britischen Komnsumgüterkonzer Reckitt Benckiser der Mitfavorit für einen Kauf der Sparte Verbraucherprodukte des US-Pharmariesen Merck & Co. Den Insidern zufolge haben Bayer und Reckitt Offerten von jeweils rund 13,5 Milliarxden Dollar für das Geschäft eingereicht, zu dem Marken wie Dr. Scholl's-Fußpflegeprodukte, Coppertone-Sonnencremes und das Allergiemittel Claritin zählen.

Dekkers gab sich zum Thema Akquisitionen äußerst schmallippig. Es sei Teil der Strategie von Bayer, das eigene Wachstum durch ergänzende Akquisitionen zu unterstützen, sagte er lediglich. „Darunter verstehen wir kleine und mittlere Akquisitionen im Bereich der Life Sciences,“ sagte der Bayer-Chef.

Zu den immer wieder aufflackernden Spekulationen über einen möglichen Verkauf des Kunststoffgeschäfts hielt sich Dekkers bedeckt. Marc Tüngler von der Deutsche Schutzvereinigung für Wertpapierbesitz (DSW) wollte wissen, ob für Bayer aktuell die Extremsituation gegeben sei, dass ein Großzukauf eine Trennung vom Kunststoffgeschäft erforderlich mache. „Haben sie die extreme Situation vor der Nase, auf dem Tablett?“, fragte der Kleinaktionärsvertreter. Dekkers ließ durchblicken, dass Bayer aktuell andere Pläne für das Kunststoffgeschäft verfolgt. „Unser Ziel ist es, spätestens 2015 eine Prämie über die Kapitalkosten zu erwirtschaften. Das hat für uns Priorität“, sagte Dekkers.

Im ersten Quartal hatte das Kunststoffgeschäft den kräftigsten Ergebnisanstieg von allen Sparten erzielt. Dabei half auch ein 2013 aufgelegtes Sparprogramm, dem 700 Stellen zum Opfer fallen sollen. Der bereinigte operative Gewinn im Kunststoffgeschäft war im Auftaktquartal um 79 Prozent auf 366 Millionen Euro geklettert.

Von

rtr

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