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12.05.2011

16:32 Uhr

Hauptversammlung

BMW prüft den Bau zweier Werke

Der Münchener Autokonzern forciert sein Expansionstempo in den Schwellenländern.

BMW-Vorstandschef Norbert Reithofer bei der Hauptversammlung in München. Quelle: dpa

BMW-Vorstandschef Norbert Reithofer bei der Hauptversammlung in München.

München

Der weltgrößte Hersteller von Luxusautos, der BMW-Konzern, forciert nach einem gelungenen Jahresauftakt das Expansionstempo.

Der Münchener Dax-Konzern fasst angesichts des starken Wachstums in Auslandsmärkten nun den Aufbau von zwei neuen Werken in Übersee ins Auge. "Wir prüfen neue Standorte - etwa eine Fahrzeugmontage in Brasilien" sowie einen weiteren Standort in den Schwellenländern Russland, Südkorea oder Türkei, kündigte BMW-Boss Norbert Reithofer auf der Hauptversammlung in München vor knapp 4000 Anlegern an. Parallel dazu baue der Autokonzern sein globales Händlernetz, vor allem in Indien und China, weiter aus.

Bisher fertigt BMW außerhalb Deutschlands hauptsächlich in China, den USA und Großbritannien. Lediglich in Indien und Südafrika produziert der Hersteller daneben noch in kleineren Stückzahlen Autos. Doch das Wachstum der kommenden Jahre wird Analysten zufolge vor allem aus den Schwellenländern kommen. "Die Menschen dort wollen mehr individuelle Mobilität", betonte Reithofer. Auch der Wettbewerber Audi baut seine Kapazitäten in China deutlich aus.

BMW verstärkt damit seine Anstrengungen, seine Spitzenposition bei den Verkaufszahlen gegenüber Audi und Mercedes zu behaupten. "Wir wollen der führende Anbieter von Premium-Produkten und Premium-Dienstleistungen für individuelle Mobilität sein", gab Reithofer als strategisches Ziel für das Jahr 2020 vor. BMW verkauft seit fünf Jahren weltweit mehr Autos als die beiden Konkurrenten Daimler mit seiner Kernmarke Mercedes-Benz sowie die VW-Nobeltochter Audi.

"2011 ist unser Jahr der Chancen", betonte der BMW-Boss. "Wir wollen mehr Autos ausliefern als je zuvor - deutlich über 1,5 Millionen Fahrzeuge", bekräftige er seine Absatzprognose für das laufende Jahr. Für alle drei Marken, neben BMW auch Mini und Rolls Royce, peilt der Konzern dabei neue Bestwerte an.

Kommentare (1)

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aspi

13.05.2011, 10:35 Uhr

Lieber Redaktion, jetzt wäre es doch mal an der Zeit, die Schwarzmalerprognosen der "Experten" und "Analysten" aus 2009 aus den Archiven hervorzukramen und sich mal ein bischen darüber lustig zu machen! Unisono hatten die alle massive Überkapazitäten im Automobilbau beklagt, dann der deutschen Automobilindustrie vorgewofen, auf das falsche Pferd zu setzen, sie solle gefälligst kleine statt große Autos bauen usw.usw. Die aktuele Entwicklung zeigt es: Unsere Automobilindustrie und deren Mitarbeiter wissen es offenbar doch besser als die außenstehenden "Experten" und "Klugschwätzer".

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