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12.06.2014

16:16 Uhr

Hauptversammlung

Jenoptik mit starkem Auftragseingang

Trotz großer Herausforderungen wie der verhaltenen Nachfrage der Autobauer hält Jenoptik die Jahresprognose aufrecht. Das Geschäftsjahr ist gut angelaufen. Die Dividende wird minimal erhöht.

Der Technologiekonzern Jenoptik befürchtet durch die schlechte wirtschaftliche Lage sein Jahresziel zu verpassen. dpa

Der Technologiekonzern Jenoptik befürchtet durch die schlechte wirtschaftliche Lage sein Jahresziel zu verpassen.

BerlinDie Aktionäre des Technologiekonzerns Jenoptik erhalten eine höhere Dividende. Auf der Hauptversammlung am Donnerstag in Weimar stimmten die Anteilseigner dem Vorschlag von Vorstand und Aufsichtsrat zu, die Ausschüttung von 18 auf 20 Cent je Aktie anzuheben.

Zugleich bekräftigte Vorstandschef Michael Mertin die Prognose für das aktuelle Geschäftsjahr. Demnach soll der Umsatz um fünf bis zehn Prozent zulegen und das Ergebnis vor Zinsen und Steuern (Ebit) zwischen 55 und 62 Millionen Euro betragen. Im vergangenen Jahr hatte der Konzern die Umsatzmarke von 600 Millionen Euro geknackt.

Mertin verwies auf der Hauptversammlung aber auf die verhaltene Nachfrage aus der Automobilindustrie sowie angesichts der Ukraine-Krise auf die politischen Entwicklungen in Europa. Zudem wirkten sich steigende Energiepreise und eine zunehmende Regulierung der Industrie in Europa aus. Als Beispiel nannte Mertin verschärfte Vorgaben beim Rüstungsexport. „Kurz gefasst steht Jenoptik also vor der Herausforderung, unter tendenziell negativen wirtschaftlichen und regulatorischen Rahmenbedingungen und bei steigenden Kosten in Europa zusätzliches überdurchschnittliches Wachstum zu generieren“, sagte er laut Redetext.

Der Konzernumsatz legte laut Mertin in den ersten drei Monaten um fast vier Prozent auf 136,9 Millionen Euro zu, das Betriebsergebnis lag bei 10,5 Millionen Euro und damit auf dem Niveau des Vorjahres. Zugleich stieg der Auftragseingang um 21,4 Prozent und lag zum 31. März bei 432,8 Millionen Euro.

Die guten Geschäfte haben bei Jenoptik auch Auswirkungen auf die Mitarbeiterzahl. Sie stieg im vorigen Jahr laut Mertin um 161 auf insgesamt 3422. Davon waren 2858 Menschen in Deutschland beschäftigt. Mertin sagte weiter, dass Jenoptik weiterhin auf der Suche nach Zukäufen sei. Dafür könne ein niedriger, dreistelliger Millionenbetrag aufgewendet werden.

Jenoptik stellt unter anderem Laser und Messtechnik her, aber auch Blitzer für die Verkehrsüberwachung sowie Rüstungsgüter. Zu Jahresbeginn hatte vor allem die Nachfrage aus der Halbleiter- und Medizintechnik-Industrie die Geschäfte des börsennotierten Unternehmens angekurbelt.

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