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10.06.2016

13:29 Uhr

Hauptversammlung von VW

Der große Knatsch

VonStefan Menzel

Kritische Aktionäre verlangen bei VW eine Sonderprüfung wegen des Dieselskandals. Auf der Hauptversammlung droht ihnen zwar eine Niederlage. Doch das stoppt sie nicht – auf anderem Wege könnten sie trotzdem Erfolg haben.

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DüsseldorfAuf der Volkswagen-Hauptversammlung in gut zehn Tagen droht die offene Konfrontation zwischen Aktionären und dem Unternehmen. Mehrere Gruppen von Anteilseignern fordern eine Sonderprüfung, mit der die Vorgänge rund um die Dieselaffäre noch einmal untersucht werden sollen. Doch die Fronten sind verhärtet, Volkswagen lehnt die Sonderprüfung ab. Der Weg zum Gericht scheint unausweichlich.

Die Schutzvereinigung DSW hat mehrere Aktionärsgruppen hinter sich gebracht und den Antrag auf eine Sonderprüfung auf die Tagesordnung des Eignertreffens setzen lassen. Bei Volkswagen forschen zwar schon die Anwälte von Jones Day nach den Ursachen der Dieselaffäre. Doch den Aktionären rund um die DSW reicht das nicht. Jones Day sei in Wahrheit nicht unabhängig, weil der Konzern die Anwälte beauftragt habe. Deshalb müsse es eine weitere Prüfung geben.

Die DSW gibt sich keinen Illusionen hin: Der DSW-Antrag dürfte Ende Juni in Hannover mit der großen Mehrheit der Anteilseigner wie Land Niedersachsen, dem Emirat Katar sowie den Familien Porsche und Piëch abgelehnt werden. „Bei Volkswagen gibt es kein Interesse an dieser Abstimmung“, sagt DSW-Sprecher Jürgen Kurz. Das Unternehmen werde auf jeden Fall die Hauptversammlung abwarten und wenn überhaupt erst danach reagieren.

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Ähnlich sieht das die Schutzgemeinschaft der Kapitalanleger (SdK), die in einer Gruppe um den Brüsseler Aktionärsberater Deminor ebenfalls eine Sonderprüfung bei Volkswagen beantragt hat. „Aus Wolfsburg kommen keine Signale der Zustimmung“, bestätigt SdK-Sprecher Daniel Bauer. Er vermutet, dass VW auf Zeit spielt. Wenn das gesamte Verfahren länger dauere, könnte bei vielen Aktionären eine Verjährungsfrist erreicht sein.

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