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13.01.2011

12:44 Uhr

Hausgeräte

Ausland steht auf „Made in Germany“

In Deutschland hergestellte Hausgeräte sind im Ausland wieder gefragt. Produkte mit dem Schriftzug „Made in Germany“ sind gefragt - und die Unternehmen lassen eine Krise erfolgreich hinter sich.

Ein Blick ins Logistikzentrum der Bosch und Siemens Hausgeräte GmbH. dpa

Ein Blick ins Logistikzentrum der Bosch und Siemens Hausgeräte GmbH.

HB MÜNCHEN. Hausgerätehersteller haben ihre Exportkrise hinter sich. Im vergangenen Jahr sei der Auslandsumsatz mit Geschirrspülern, Waschmaschinen und Co erstmals seit drei Jahren wieder gestiegen, teilte der Elektroverband ZVEI am Donnerstag mit. „Geräte im Wert von 6,2 Milliarden Euro zu Hersteller-Abgabepreisen wurden exportiert; das entspricht einem Zuwachs von etwa fünf Prozent“, erklärte ZVEI-Fachverbandsgeschäftsführer Werner Scholz.

Deutschland gilt mit Herstellern wie Miele, Bosch Siemens Hausgeräte (BSH) und Liebherr als Mutterland der Hausgeräteindustrie.

Im Inland ist der Markt - wie auch während der Wirtschaftskrise - laut ZVEI weiter gewachsen. Die Nachfrage sei das dritte Jahr in Folge gestiegen und habe 2010 um zwei Prozent auf 10,6 Milliarden Euro angezogen. Besonders beliebt bei den Kunden sind energiesparende Großgeräte. Auch bei Kleingeräten bevorzugen die Verbraucher teurere Modelle. „Wachstumsimpulse setzen vor allem Küchenmaschinen, Espresso- und Kaffeemaschinen sowie Produkte für Körperpflege und Gesundheit“, hieß es.

Für das laufende Jahr erwartet der ZVEI weitere Exportzuwächse und zumindest ein stabiles Inlandsgeschäft. Bei weiter freundlichem Konsumklima sei in Deutschland auch erneut ein Umsatzplus möglich. Insgesamt 16 Hausgerätewerke gibt es hierzulande noch, die Branche beschäftigt 50.000 Menschen.

Kommentare (5)

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Island

13.01.2011, 14:22 Uhr

Kleine info:

Miele beendet die Produktion von Staubsaugern in ihrem Stammwerk und verlagert es nach „Osteuropa“ das Hochregallager an der A2 ist de facto leer und steht zum Verkauf.

bosch Siemens hat diese Entwicklung längst abgeschlossen.

Es freut mich zwar das die Verkaufszahlen ansteigen aber es mag zwar „MADE iN GERMANY“ drauf stehen aber es ist nicht unbedingt „MADE iN GERMANY“ sondern mehr „MADE iN RUMÄNiEN“ (Polen, Ungarn etc.) irgendwann fehlt es den Kunden auf.

Wir sind mehr eine „bASAR ÖKONOMiE“ als ein industriestandort (LEiDER)

Arno Nym

13.01.2011, 15:46 Uhr

Erfolgreich, aber hoffentlich nicht arrogant

Die Aussage "Deutschland gilt mit Herstellern wie Miele, bosch Siemens Hausgeräte (bSH) und Liebherr als Mutterland der Hausgeräteindustrie." würde in vielen Ländern der Welt belächelt werden. betrachtet man den Weltmarktanteil und das Wachstum der deutschen Hersteller, dann kann eher Ernüchterung aufkommen. beispiel USA: hier ist "Made in Germany" bei Hausgeräten völlig nebensächlich.

ich würde also um etwas mehr bescheidenheit bitten.

deri

13.01.2011, 16:09 Uhr

Hier mal eine kleine Anregung auch für meinen Vorschreiber "island"
Die Stiftung Warentest gibt zwar manchmal einen "Sozialreport" zu den getesteten Waren, besser wäre es aber dem inländischen Käufer, STeuerzahler und somit Finanzierer von Stift.Warent. bei den jeweiligen Testberichten auch mitzuteilen wo die Ware hergestellt wird. Dann erübrigt sich manchmal der Sozialreport und wir können was für die heimische Wirtschaft und deren Arbeitsplätze tun. Die Redaktion von Stift. Warentest freut sich sicherlich über diese Anregung, besonders dann wenn sie von "tausenden" via Mail kommt.

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