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15.11.2012

19:37 Uhr

Haushaltsgerätefirma

Inhaberfamilien wollen Leifheit verkaufen

Die Mehrheit am Haushaltswarenhersteller Leifheit steht zum Verkauf. Die beiden Unternehmerfamilien Schuler-Voith und Knapp-Voith wollen sich von ihren Anteilen trennen. Die Kinder hätten andere Interessen.

Die Eigentümerfamilien wollen ihre Anteile am Haushaltsgerätehersteller Leifheit zu Geld machen. dpa

Die Eigentümerfamilien wollen ihre Anteile am Haushaltsgerätehersteller Leifheit zu Geld machen.

FrankfurtDer Haushaltsgerätehersteller Leifheit soll verkauft werden. Die Eigentümerfamilien Schuler-Voith und Knapp-Voith wollen sich von ihrem rund 60-prozentigen Anteil trennen, wie das börsennotierte Unternehmen aus dem rheinland-pfälzischen Nassau am Donnerstag mitteilte. Mit dem Verkaufsprozess sei die französische Großbank BNP Paribas betraut worden. Leifheit hat einen Marktwert von rund 130 Millionen Euro. Die Familien wollen die Beteiligung außerhalb der Börse veräußern. Der Käufer des Anteils müsste dann den übrigen Aktionären ebenfalls ein Angebot unterbreiten.

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Grund für den Verkauf ist laut Leifheit die persönliche Vermögensplanung der Familien. Die Kinder der Familie Schuler-Voith hätten andere Interessen, heißt es aus deren Umfeld. Daher trennte sie sich im Frühjahr bereits von einem großen Aktienpaket am weltgrößten Pressenhersteller Schuler und verkaufte es an den österreichischen Technologiekonzern Andritz.

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Die Leifheit-Gruppe, zu der auch die Marke Soehnle gehört, beschäftigt rund 1.200 Mitarbeiter. Zu den Produkten zählen etwa Reinigungsgeräte, Wäschespinnen oder Bügelbretter. Zuletzt hatte das Unternehmen über eine schwierige Absatzsituation in Südeuropa geklagt. Der Umsatz war in den ersten neun Monaten dieses Jahres um 0,5 Prozent gegenüber dem Vorjahr auf 164 Millionen Euro gesunken. Für das Gesamtjahr 2012 erwartet Leifheit ein leichtes Umsatzplus.

Erst am Mittwoch hatte das Unternehmen bekanntgegeben, dass ein seit 1988 laufender Lizenzvertrag mit der Dr. August Oetker Nahrungsmittel KG Ende dieses Jahres auslaufen wird. Dabei geht es um die Produktion und den Vertrieb der Backgeräte von Dr. Oetker. Als Grund nannte Leifheit die Konzentration auf das Kerngeschäft.


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