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18.05.2016

15:58 Uhr

Heckler & Koch

Ex-Mitarbeiter wegen Waffenlieferungen vor Gericht

Mehrere Ex-Mitarbeiter von Heckler & Koch stehen vor Gericht. Ihnen wird vorgeworfen, gegen das Kriegswaffenkontrollgesetz verstoßen zu haben. Es geht um 16 Lieferungen von G36-Sturmgewehren nach Mexiko.

Zwei Sturmgewehre G36 von Heckler und Koch liegen in der Firmenzentrale auf einem Tisch vor einem Logo des Waffenproduzenten. dpa

Sturmgewehr G36

Zwei Sturmgewehre G36 von Heckler und Koch liegen in der Firmenzentrale auf einem Tisch vor einem Logo des Waffenproduzenten.

StuttgartEhemalige Mitarbeiter und Ex-Geschäftsführer des Waffenherstellers Heckler & Koch müssen sich wegen illegaler Waffenlieferungen nach Mexiko vor Gericht verantworten. Das Landgericht Stuttgart hat die Anklage der Staatsanwaltschaft zugelassen. Die Hauptverhandlung werde aber wohl nicht mehr dieses Jahr beginnen, sagte eine Sprecherin des Gerichts am Mittwoch. Die zuständige Kammer hatte erst vor kurzem das Urteil gegen die Ex-Porsche-Vorstände Wendelin Wiedeking und Holger Härter gefällt.

Die Staatsanwaltschaft wirft den Angeklagten vor, in den Jahren 2006 bis 2009 an 16 Lieferungen von G36-Sturmgewehren und Zubehörteilen nach Mexiko beteiligt gewesen zu sein. Die Anklage richtet sich gegen zwei ehemalige Geschäftsführer, zwei ehemalige Vertriebsleiter und eine Vertriebsmitarbeiterin. Gegen einen einst für die Firma in Mexiko tätigen Verkaufsrepräsentanten wurde das Verfahren mit Ausnahme einer Tat ebenfalls eröffnet. Die Waffen sollen mit ihrer Kenntnis in mexikanische Bundesstaaten geliefert worden sein, für die es keine Exportgenehmigungen gab. Sie hätten so gegen das Kriegswaffenkontroll- und Außenwirtschaftsgesetz verstoßen.

Die größten Rüstungskonzerne Europas

Platz 10: Saab

Der schwedische Flugzeugbau- und Rüstungskonzern Saab erwirtschaftete 2014 einen Umsatz von rund 2,8 Milliarden US-Dollar.

Platz 9: Rheinmetall

2,9 Milliarden US-Dollar Umsatz machte Rheinmetall 2014. Bessere Waffengeschäfte machten den deutschen Industriekonzern noch zuversichtlicher für 2015.

Platz 8: Babcock International

2014 erwirtschaftete Babcock International einen Umsatz von 3,5 Milliarden US-Dollar. Das multinationale Rüstungsunternehmen hat seinen Firmensitz in London.

Platz 7: DCNS

Direction des Constructions Navales (DCNS) ist ein französischer, auf Kriegsmarine und Energie spezialisierter Industriekonzern. 2014 sank der Umsatz des Unternehmens von 4.601,7 Millionen US-Dollar (2013) auf 4,1 Milliarden US-Dollar.

Platz 6: Safran

2014 lag der Umsatz von Safran bei 4, 1 Milliarden US-Dollar. Der Konzern ist nach Rolls-Royce zweitgrößter Hersteller von Flugmotoren und Strahltriebwerken.

Platz 5: Rolls-Royce

Rolls-Royce ist der Gigant unter den europäischen Flugzeugmotor-Herstellern. Der Umsatz betrug 5,4 Milliarden US-Dollar in 2014.

Platz 4: Thales

Die französische Thales Group ist ein internationaler Konzern auf den Märkten der Militärtechnik, Luft- und Raumfahrt. 2014 erwirtschaftete der Konzern einen Umsatz von rund 8,5 Milliarden US-Dollar.

Platz 3: Finmeccanica

Einer der größten Industriekonzerne Italiens, Finmeccanica, erwirtschaftete 2014 einen Umsatz von rund 10,6 Milliarden US-Dollar.

Platz 2: Airbus

Die Geschäfte der Airbus Gruppe laufen derzeit gut. Der Umsatz 2014 ist im Vergleich zum Vorjahr (16,5 Milliarden US-Dollar) aber gesunken: 14,6 Milliarden US-Dollar.

Platz 1: BAE Systems

Nachdem die Produktion des Kampfjets Eurofighter von BAE Systems reduziert wurde, fehlen die Einnahmen beim britischen Rüstungs- und Luftfahrtkonzern. Die Gewinnerwartungen für 2015 wurden zurückgeschraubt. Auch der Umsatz 2014 sank: 25,4 Milliarden US-Dollar (Vorjahr: 28 Milliarden US-Dollar) .

Gegen 13 weitere Beschuldigte waren die Ermittlungen eingestellt worden. Heckler & Koch hatte schon im Frühjahr alle Schuld an den Vorgängen von sich gewiesen. Der Waffenhersteller aus Oberndorf am Neckar hatte 2012 eine Wirtschaftsprüfungsgesellschaft mit der Untersuchung betraut und die Ergebnisse den Ermittlern zur Verfügung gestellt.

Von

dpa

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