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23.02.2012

19:50 Uhr

Heftiger Absturz

Solarworld rutscht 2011 in die roten Zahlen

Die Krise in der Solarbranche und Wertberichtigungen auf veraltete Produktionsanlagen haben den Bonner Hersteller Solarworld 2011 in die roten Zahlen rutschen lassen. Das soll sich auch auf die Dividende auswirken.

Ein Solarpark des Unternehmens SolarWorld. dapd

Ein Solarpark des Unternehmens SolarWorld.

Frankfurt/BonnDer Preiskampf in der Solarbranche und hohe Abschreibungen haben den Hersteller Solarworld 2011 in die roten Zahlen gedrückt. Vor Zinsen und Steuern schrieb das Bonner Unternehmen 233 Millionen Euro Verlust nach einem Gewinn (Ebit) von 193 Millionen Euro ein Jahr zuvor.

Solarworld nannte zur Begründung am Donnerstag die weltweiten Überkapazitäten und dem daraus resultierenden Preisdumping, sowie Abschreibungen auf veraltete Produktionsanlagen und das Umlaufvermögen. Ohne diese Wertberichtigungen verbuchte Solarworld einen kleinen operativen Gewinn von 24 Millionen Euro - ein Jahr zuvor waren es noch 193 Millionen Euro gewesen. Die Dividende soll nun von 19 Cent auf neun Cent verringert werden. Der Umsatz ging im vergangenen Jahr um 19 Prozent auf 1,066 Milliarden Euro zurück.

Die Solarworld-Aktie, die mit einem Abschlag von 7,29 Prozent auf 3,69 Euro aus dem Xetra-Handel gegangen war, gab nach der Firmenmitteilung im Späthandel weiter nach auf 3,61 Euro. Das Papier zählte wegen neuerlicher Kürzungen der Solarförderung in Deutschland zuvor bereits zu den größten Verlierern des Tages im TecDax.

Kommentare (2)

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Buecherwurm

23.02.2012, 20:36 Uhr


Millionen Menschen haben mit Solarenergie und Solarwerten Geld verdient. Nur ein Simpel hat es wieder mal nicht geschafft. Ich könnte heulen.

Persiflage

24.02.2012, 05:12 Uhr

Wie in Griechenland muss die deutsche Solarindustrie durch Lohnkürzungen wieder wettbewerbsfähig gegen die Konkurrenz aus Asien, vor allem aus China, werden.
Was man von den Griechen verlangt hat (interne Abwertung ist das Zauberwort) wird man wohl auch von den Deutschen verlangen können. Gleicher Lohn und gleiche Sozialleistungen für alle in der Währungsunion! Das hat doch unsere Angela lautstark verlangt. In Griechenland gibt es kein Hartz IV, also weg mit Hartz IV in Germany, wie in Griechenland sollen auch hier Volkssuppen organisiert werden.
Dann wir die deutsche Solarindustrie wieder aufblühen, wie die griechische Wirtschaft auch.

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