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06.11.2014

08:19 Uhr

Heidelberg Cement

Gute Baukonjunktur steigert Gewinn

Heidelberg Cement profitiert derzeit vom florierenden Baugeschäft. Im dritten Quartal hat der Baustoffkonzern Umsatz und Gewinn steigern können. Das sei das beste Ergebnis seit der Finanzkrise, so Vorstandchef Scheifele.

Stärke von Heidelberg Cement: Der Konzern profitiert von der guten Baukonjunktur. dapd

Stärke von Heidelberg Cement: Der Konzern profitiert von der guten Baukonjunktur.

StuttgartDas in vielen Weltregionen florierende Baugeschäft hat Heidelberg-Cement im dritten Quartal deutlich mehr Umsatz und Gewinn eingebracht. Die Erlöse seien von Juli bis September um vier Prozent auf 3,8 Milliarden Euro gestiegen, teilte der Baustoffkonzern am Donnerstag mit. Das operative Ergebnis vor Abschreibungen (OIBD) stieg um zehn Prozent auf 866 Millionen Euro.

„Im dritten Quartal haben wir das beste operative Ergebnis seit Beginn der Finanzkrise im Jahr 2008 erwirtschaftet“, erklärte Vorstandschef Bernd Scheifele. Dazu hätten auch höhere Preise, niedrigere Energiekosten und striktes Kostenmanagement beigetragen.

Der drittgrößte Baustoffproduzent nach Lafarge und Holcim hält am Ziel des Schuldenabbaus fest. Heidelberg-Cement hatte sich kürzlich als Bieter für Geschäftsteile von Lafarge und Holcim, die diese für ihre Fusion verkaufen müssen, verabschiedet. Scheifele will Einnahmen aus dem geplanten Verkauf des Bauproduktegeschäfts lieber zum Schuldenabbau als für Zukäufe nutzen. Die Nettoschulden lagen Ende September mit 7,6 Milliarden Euro unter denen des Vorjahresquartals, aber noch immer weit über der Zielmarke von 6,5 Milliarden Euro.

Heidelberg-Cement verkaufte in Asien, Nordamerika und Osteuropa mehr Zement und Klinker. In West- und Nordeuropa war die Nachfrage mit Ausnahme Großbritanniens dagegen rückläufig. Auch in der Ukraine nahm der Zementabsatz wegen des politischen Konflikts im Osten des Landes ab. In Westafrika habe sich die Ebola-Epidemie bisher kaum auf den Baustoffmarkt ausgewirkt. Die Heidelberger erweitern die Produktionskapazitäten in der Region in den kommenden Monaten in Togo, Burkina Faso und Ghana.

Da sich der Euro zu anderen Währungen in den vergangenen Monaten abgeschwächt hat, ließen die dämpfenden Effekte durch den Wechselkurs nach. So wäre das OIBD ohne Währungs- und Konsolidierungseffekte im Quartal um 14 statt zehn Prozent gestiegen. Der Überschuss des Konzerns ging unterdessen wegen eines Sondereffekts um 40 Prozent auf 368 Millionen Euro zurück. Im Vorjahresquartal war ein Buchgewinn aus einem abgewickelten Geschäftsbereich angefallen.

Heidelberg-Cement übertraf die Erwartungen von Analysten. Der Konzern hielt an seinem Ausblick fest, Umsatz und Gewinn zu steigern.

Von

rtr

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