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25.03.2011

21:33 Uhr

Heidelberger Druck

Hochzinsanleihe löst Staatshilfe ab

Heidelberger Druck will sich vorzeitig von staatlichen Bürgschaften befreien. Eine Hochzinsanleihe über 300 Millionen Euro dienst als erster Schritt. Dann kommen Bankkredite ins Spiel.

Heidelberger Druck befreit sich von staatlichen Bürgschaften. Quelle: ap

Heidelberger Druck befreit sich von staatlichen Bürgschaften.

FrankfurtHochzinsanleihe statt Staatshilfe: Heidelberger Druck will energisch Bürgschaften loswerden.

Der Druckmaschinenbauer Heidelberger Druck will vorzeitig wieder ohne Hilfe des Staates auskommen. Der Weltmarktführer aus Heidelberg kündigte am Freitag an, die restlichen Staatsbürgschaften in Höhe von 445 Millionen Euro in den nächsten Wochen zurückzugeben. Stattdessen will Heidelberger Druck eine Hochzinsanleihe über mindestens 300 Millionen Euro mit mittlerer Laufzeit begeben, die von Montag an von acht Banken den Investoren zur Zeichnung angeboten werden soll. „Wir erreichen damit mehr als ein Jahr vor Auslaufen der staatlichen Bürgschaften unser Ziel, Heidelberg langfristig und ohne staatliche Hilfen zu finanzieren“, sagte Finanzchef Dirk Kaliebe.

Die von der Finanzkrise und dem Einbruch in der Druckbranche schwer gebeutelte Heidelberger Druck hat ihre Schuldenlast in den vergangenen Monaten unter anderem mit einer Kapitalerhöhung über 400 Millionen Euro gesenkt. Einen Kredit der staatlichen Förderbank KfW über 300 Millionen Euro hatte der Konzern Ende 2010 bereits zurückgezahlt. Die Finanzverbindlichkeiten lagen nach Unternehmensangaben Ende Dezember nur noch bei 369 Millionen Euro. Eine Kreditlinie über 445 Millionen Euro ist noch vom Bund sowie den Ländern Baden-Württemberg und Brandenburg gesichert.

Sie und ein weiterer syndizierter Kredit in gleicher Höhe sollen nun von der Hochzinsanleihe und einer bis 2014 laufenden Kreditlinie über 500 Millionen Euro abgelöst werden. Letztere soll billiger sein als die bestehenden, 2009 abgeschlossenen Kredite. Sie wird von der Deutschen Bank, Citi, Commerzbank, BNP Paribas und LBBW zur Verfügung gestellt - den Banken, die auch die Anleihe platzieren wollen. „Durch die heute vereinbarte langfristige Refinanzierung schaffen wir eine solide Basis für nachhaltiges profitables Wachstum“, sagte Vorstandschef Bernhard Schreier.

 

Von

rtr

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