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10.08.2016

11:35 Uhr

Heidelberger Druckmaschinen

Maschinenbauer spürt Flaute vor Branchenmesse

Wegen zurückhaltender Kunden vor der Branchenmesse Drupa ist Heideldruck mit einem Minus ins gestartet. Nach Steuern stand ein Verlust von 37 Millionen Euro in den Büchern. Die Messe füllte jedoch die Auftragsbücher.

Bei der Drupa konnte Heidelberger Druckmaschinen zwar viele Aufträge abschließen, die Einnahmen zeigen sich aber noch nicht in der Bilanz. dpa

Heideldruck

Bei der Drupa konnte Heidelberger Druckmaschinen zwar viele Aufträge abschließen, die Einnahmen zeigen sich aber noch nicht in der Bilanz.

HeidelbergDie Branchenmesse Drupa hat das Ergebnis des Maschinenbauers Heidelberger Druckmaschinen im ersten Quartal belastet: Die Kosten für die Messe und die Zurückhaltung der Kunden im Vorfeld ließen den Umsatz gegenüber dem Vorjahr um gut 13 Prozent auf 486 Millionen Euro schrumpfen.

Operativ verdiente Heideldruck, der sich nach einer schweren Krise gesundgeschrumpft hat, von April bis Juni gerade eine Million Euro, nach 46 Millionen Euro im Vergleichszeitraum. Von Reuters befragte Analysten hatten mit einem kleinen Plus gerechnet. Der Verlust nach Steuern fiel mit 37 Millionen Euro zudem höher aus als von Experten erwartet. Die Aktie sackte um mehr als neun Prozent ab und war der größte Verlierer im Kleinwertesegment SDax.

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Die Messe füllte jedoch die Auftragsbücher. „Wir haben so viel Nachfrage nach den Produkten, dass wir Kunden über viele Wochen vertrösten müssen", sagte Vorstandschef Gerold Linzbach am Mittwoch. Die Kapazitäten seien voll ausgelastet. Der Auftragseingang lag im ersten Quartal des Geschäftsjahres 2016/17 wegen der Bestellungen auf der Messe mit 800 Millionen Euro rund 200 Millionen Euro über dem Durchschnitt. Die Neuaufträge seien damit so hoch wie erhofft. Die neuen Digitaldruckmaschinen seien bei den Kunden gut angekommen, ergänzte Linzbach.

Für das Gesamtjahr 2016/17 bekräftigte Linzbach den Ausblick – es wird sein letztes Geschäftsjahr an der Spitze von Heideldruck sein, da er selbst keine Vertragsverlängerung nach August 2017 mehr will. Der Umsatz soll um vier Prozent auf rund 2,6 Milliarden Euro wachsen, die operative Rendite (Ebitda) in einer Spanne von sieben bis zehn Prozent liegen. Wie in einem Messejahr üblich, kämen 60 Prozent des Umsatzes im zweiten Halbjahr herein, erklärte Finanzvorstand Dirk Kaliebe.

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