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14.07.2015

20:00 Uhr

Heideldruck-Chef Linzbach weiter krank

Finanzchef Kaliebe springt vorübergehend ein

Seit mehr als einem Monat muss der Maschinenbaukonzern Heidelberger Druck ohne seinen Chef Gerold Linzbach auskommen. Nun springt der Finanzchef ein. Wann Linzbach zurückkehrt, sei noch nicht absehbar, so ein Sprecher.

Schon Anfang Juni wurde Linzbach durch seinen Finanzchef vertreten. Wann er zurückkehrt, sei nicht absehbar, so ein Sprecher. dpa

Lange Krankheitsphase

Schon Anfang Juni wurde Linzbach durch seinen Finanzchef vertreten. Wann er zurückkehrt, sei nicht absehbar, so ein Sprecher.

FrankfurtDer kriselnde Maschinenbauer Heidelberger Druck muss weiterhin ohne seinen Chef auskommen. Die Genesung des erkrankten Gerold Linzbach dauere länger als erwartet, teilte das Unternehmen am Dienstag mit. Finanzchef Dirk Kaliebe sei deshalb zum stellvertretenden Vorstandsvorsitzenden berufen worden. „Bis zur Rückkehr von Dr. Linzbach haben wir dessen Aufgaben auf Herrn Kaliebe übertragen“, sagte Aufsichtsratschef Siegfried Jaschinski. Schon bei der Vorstellung der Zahlen für das Geschäftsjahr 2014/15 Anfang Juni wurde Linzbach durch den Finanzchef vertreten. Damals hieß es noch, Linzbach sei kurzfristig erkrankt, werde aber recht schnell wieder an Bord sein.

„Wir hoffen, dass der Genesungsprozess vorangeht, damit sich Herr Linzbach nach vollständiger Genesung wieder seiner Tätigkeit als Vorstandsvorsitzender in vollem Umfang und gewohnter Weise widmen kann“, sagte Jaschinski. „Der eingeschlagene Weg der Neuausrichtung wird wie geplant weiter umgesetzt.“ Wann Linzbach zurückkehrt, sei noch nicht absehbar, sagte ein Sprecher.

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Angesichts der sinkenden Nachfrage nach neuen Maschinen der Kurpfälzer, will der Weltmarktführer für Bogenoffsetdruckmaschinen das weniger schwankungsanfällige und profitablere Geschäft mit Dienstleistungen und Verbrauchsmaterialien ausbauen. Nach roten Zahlen im vergangenen Geschäftsjahr hat der Konzern ab dem laufenden Geschäftsjahr nachhaltig schwarze Zahlen in Aussicht gestellt.

Die größten Maschinenbauer Deutschlands

Platz 11 – Stihl

Umsatz in 2013: 2,81 Milliarden Euro

Stihl ist ein schwäbisches Familienunternehmen mit Hauptsitz in Waiblingen-Neustadt, tätig in über 160 Ländern. Stihl entwickelt, fertigt und vertreibt motorbetriebene Geräte für die Forstwirtschaft, Landschaftspflege und die Bauwirtschaft.

Platz 10 – Rolls-Royce Power Systems

Umsatz 2013: 3,35 Milliarden Euro

Die deutsche Firma mit Hauptsitz in Friedrichshafen hieß bis Januar 2014 noch Tognum. Sie bietet Dieselmotoren und Antriebssysteme an und ist seit 2007 an der Börse notiert.

Platz 9 – SMS Group

Umsatz 2013: 3,5 Milliarden Euro

Die SMS Group ist der Dachgesellschaft SMS Holding GmbH untergeordnet und verarbeitet Stahl und Nichteisenmetalle. Alleinaktionär ist die Familie um den deutschen Unternehmer Heinrich Weiss.

Platz 8 – MAN

Umsatz 2014: 3,75 Milliarden Euro (MAN Power Engineering)

Die „Maschinenfabrik Augsburg-Nürnberg“ wurde bereits 1758 gegründet und war zunächst für Eisenverarbeitung zuständig. Seit 2011 hält Volkswagen die Mehrheit am Konzern.

Platz 7 – Gea

Umsatz 2014: 4,52 Milliarden Euro

Das börsennotierte Unternehmen hat seinen Hauptsitz in Düsseldorf und ist auf die Herstellung von Prozesstechnik und Komponenten im Maschinenbau spezialisiert. Es wurde 1881 gegründet.

Platz 6 – Kion

Umsatz 2014: 4,68 Milliarden Euro

Die Wiesbadener Kion-Gruppe wurde 2006 gegründet, baut Gabelstapler und Lagertechnikgeräte. Sie ging aus der Linde AG hervor und ist seit 2013 an der Börse.

Platz 5 - Knorr Bremse

Umsatz 2014: 5,2 Milliarden Euro

Das Unternehmen aus München ist der weltweit führende Hersteller von Bremssystemen für Schienen- und Nutzfahrzeuge. gegründet wurde es 1905 in Berlin.

Platz 4 – Voith

Umsatz im Geschäftsjahr 2013/14: 5,35 Milliarden Euro

Die Wurzeln des Heidenheimer Maschinenbau-Unternehmens gehen bis in das Jahr 1867 zurück. Voith befindet sich im Besitz der Gründerfamilie. Das Unternehmen beliefert unter anderem Wasserwerke, Automobilhersteller und die Papierindustrie.

Platz 3 – Thyssen-Krupp

Umsatz 2014: 6,27 Milliarden Euro (nur Thyssen-Krupp Industrial Solutions)

Deutschlands größter Stahlkonzern sitzt in Essen und entstand 1999 in Folge der Fusion von Hoesch-Krupp und Thyssen. Die historischen Wurzeln reichen in die Phase der industriellen Revolution in Deutschland zurück.

Platz 2 – Linde

Umsatz 2014: 17,05 Milliarden Euro

Die Linde-Gruppe sitzt in München und betreibt weltweit ihr Kerngeschäft mit Gasen und Prozess-Anlagen. Das 1879 gegründete Unternehmen ist börsennotiert und im Dax gelistet.

Platz 1 – Siemens

Umsatz im Geschäftsjahr 2013/14: 17,06 Milliarden Euro (nur Siemens Industry)

Das Dax-Unternehmen mit Sitz in Berlin und München ist Deutschlands größter Technologiekonzern. Die Firma wurde 1847 von Werner Siemens gegründet und setzt den Fokus auf Elektrotechnik.

Von

rtr

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