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07.08.2015

16:05 Uhr

Heinz-Hermann Thiele

Vossloh-Großaktionär sichert Zugriff auf mehr Anteile

Im Frühjahr wollte Vossloh-Großaktionär Thiele den Verkehrstechnik-Konzern übernehmen. Nun hat sich der Aufsichtsratschef Zugriff auf weitere Anteile gesichert. Die Aktie des Konzerns dreht ins Plus.

Der Verkehrstechnik-Konzern produziert Bahn-Infrastruktur und -Technik. dpa

Vossloh

Der Verkehrstechnik-Konzern produziert Bahn-Infrastruktur und -Technik.

DüsseldorfGroßaktionär und Aufsichtsratschef Heinz-Hermann Thiele könnte seinen Anteil beim Bahntechnikkonzern Vossloh weiter ausbauen und dabei einen höheren Preis für Aktien zahlen als bei seiner jüngsten Übernahmeofferte. Thieles Gesellschaft KB Holding habe mit der Deutschen Bank eine Vereinbarungen geschlossen, die ihr über Finanzinstrumente Zugriff auf maximal 744367 Vossloh-Aktien - das entspreche einem Vossloh-Anteil von 5,59 Prozent - erlauben könnte, teilte Vossloh am Freitag mit.

Würden die Papiere zu einem Preis erworben, der über dem früheren Übernahmeangebot Thieles liegt, werde dies zu einer Erhöhung des Angebotspreises führen. Thiele hatte in seiner Übernahmeofferte 48,50 Euro je Vossloh-Aktie geboten. Damit hatte er knapp die 30-Prozent-Hürde übersprungen. Die Deutsche Bank teilte Vossloh ihrerseits laut einer Pflichtmitteilung mit, sie halte mehr als fünf Prozent der Anteile.

Die größten Maschinenbauer Deutschlands

Platz 11 – Stihl

Umsatz in 2013: 2,81 Milliarden Euro

Stihl ist ein schwäbisches Familienunternehmen mit Hauptsitz in Waiblingen-Neustadt, tätig in über 160 Ländern. Stihl entwickelt, fertigt und vertreibt motorbetriebene Geräte für die Forstwirtschaft, Landschaftspflege und die Bauwirtschaft.

Platz 10 – Rolls-Royce Power Systems

Umsatz 2013: 3,35 Milliarden Euro

Die deutsche Firma mit Hauptsitz in Friedrichshafen hieß bis Januar 2014 noch Tognum. Sie bietet Dieselmotoren und Antriebssysteme an und ist seit 2007 an der Börse notiert.

Platz 9 – SMS Group

Umsatz 2013: 3,5 Milliarden Euro

Die SMS Group ist der Dachgesellschaft SMS Holding GmbH untergeordnet und verarbeitet Stahl und Nichteisenmetalle. Alleinaktionär ist die Familie um den deutschen Unternehmer Heinrich Weiss.

Platz 8 – MAN

Umsatz 2014: 3,75 Milliarden Euro (MAN Power Engineering)

Die „Maschinenfabrik Augsburg-Nürnberg“ wurde bereits 1758 gegründet und war zunächst für Eisenverarbeitung zuständig. Seit 2011 hält Volkswagen die Mehrheit am Konzern.

Platz 7 – Gea

Umsatz 2014: 4,52 Milliarden Euro

Das börsennotierte Unternehmen hat seinen Hauptsitz in Düsseldorf und ist auf die Herstellung von Prozesstechnik und Komponenten im Maschinenbau spezialisiert. Es wurde 1881 gegründet.

Platz 6 – Kion

Umsatz 2014: 4,68 Milliarden Euro

Die Wiesbadener Kion-Gruppe wurde 2006 gegründet, baut Gabelstapler und Lagertechnikgeräte. Sie ging aus der Linde AG hervor und ist seit 2013 an der Börse.

Platz 5 - Knorr Bremse

Umsatz 2014: 5,2 Milliarden Euro

Das Unternehmen aus München ist der weltweit führende Hersteller von Bremssystemen für Schienen- und Nutzfahrzeuge. gegründet wurde es 1905 in Berlin.

Platz 4 – Voith

Umsatz im Geschäftsjahr 2013/14: 5,35 Milliarden Euro

Die Wurzeln des Heidenheimer Maschinenbau-Unternehmens gehen bis in das Jahr 1867 zurück. Voith befindet sich im Besitz der Gründerfamilie. Das Unternehmen beliefert unter anderem Wasserwerke, Automobilhersteller und die Papierindustrie.

Platz 3 – Thyssen-Krupp

Umsatz 2014: 6,27 Milliarden Euro (nur Thyssen-Krupp Industrial Solutions)

Deutschlands größter Stahlkonzern sitzt in Essen und entstand 1999 in Folge der Fusion von Hoesch-Krupp und Thyssen. Die historischen Wurzeln reichen in die Phase der industriellen Revolution in Deutschland zurück.

Platz 2 – Linde

Umsatz 2014: 17,05 Milliarden Euro

Die Linde-Gruppe sitzt in München und betreibt weltweit ihr Kerngeschäft mit Gasen und Prozess-Anlagen. Das 1879 gegründete Unternehmen ist börsennotiert und im Dax gelistet.

Platz 1 – Siemens

Umsatz im Geschäftsjahr 2013/14: 17,06 Milliarden Euro (nur Siemens Industry)

Das Dax-Unternehmen mit Sitz in Berlin und München ist Deutschlands größter Technologiekonzern. Die Firma wurde 1847 von Werner Siemens gegründet und setzt den Fokus auf Elektrotechnik.

Nach dem Bekanntwerden von Thieles Geschäft dreht die Vossloh-Aktie ins Plus. Sie notierte am Nachmittag gut drei Prozent höher bei 60,48 Euro. Der Knorr-Bremse-Eigner Thiele hatte im Januar das Übernahmeangebot unterbreitet. Damals hielt er 29,99 Prozent an Vossloh. Thiele war im Frühjahr 2011 bei einem Kurs von 95 Euro bei Vossloh eingestiegen und hatte seine Anteile nach und nach aufgestockt.

Von

rtr

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