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29.06.2017

14:29 Uhr

Hensoldt

Radar-Spezialist will Umsatz verdoppeln

Seit März ist der Sensor- und Radartechnikhersteller Hensoldt von Airbus unabhängig. Nun will das Unternehmen in fünf Jahren seinen Umsatz verdoppeln. Das Ziel soll mittels Zukäufen und aus eigener Kraft erreicht werden.

Hensoldt will verstärkt auch Kunden aus dem zivilen Bereich gewinnen. dpa

Radarturm

Hensoldt will verstärkt auch Kunden aus dem zivilen Bereich gewinnen.

BerlinDer deutsche Sensor- und Radartechnikhersteller Hensoldt strebt eine Umsatzverdoppelung auf rund zwei Milliarden Euro innerhalb von fünf Jahren an. Dies solle je zur Hälfte aus eigener Kraft und durch Zukäufe geschehen, sagte Vorstandschef Thomas Müller am Donnerstag in Berlin. Hensoldt ist ein Spezialist für Radar- und Sensortechnik im Militär mit Hauptsitz in Taufkirchen bei München. Im größten Standort Ulm arbeiten 2000 der insgesamt 4000 Mitarbeiter.

Anfang März war die Rüstungsfirma aus dem Airbus-Konzern ausgegliedert worden. Seitdem gehören 74,9 Prozent dem Finanzinvestor Kohlberg Kravis Roberts & Co (KKR). Dieser will Hensoldt innerhalb von fünf Jahren an die Börse bringen. Für eine Übergangszeit von maximal zwei Jahren bleibt Airbus mit 25,1 Prozent an Hensoldt beteiligt.

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Hensoldt will im vierten Quartal zusammen mit der Beteiligungsgesellschaft ECI den Londoner Hersteller von Sicherheits- und Schiffsradaranlagen Kelvin Hughes übernehmen, wie Müller am Freitag mitteilte. Kelvin Hughes hat 30 Marinen und Küstenwachen als Kunden und macht einen Jahresumsatz von rund 30 Millionen Euro.

Für Hensoldt sei die neue Unabhängigkeit von Airbus vorteilhaft, weil die Angebote des Unternehmens sichtbarer seien als zuvor, sagte Müller. Nun sollten verstärkt auch Kunden aus dem zivilen Bereich gewonnen werden. Die Systeme Hensoldts können zum Beispiel für die Sicherung von Grenzen, Industrieanlagen und Flughäfen genutzt werden. Der Umsatzanteil aus dem nicht-militärischen Geschäft solle von derzeit „unter 5 Prozent“ auf rund 25 Prozent in fünf Jahren steigen, kündigte Müller an.

Von

dpa

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