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24.08.2012

15:43 Uhr

Hepatitis-C-Arznei

Entwicklungsstopp kostet Bristol-Myers Milliarden

Das Aus eines Hepatitis-C-Medikaments kommt den US-Pharmakonzern Bristol-Myers Squibb teuer zu stehen. Wegen tödlicher Nebenwirkungen hatte der Konzern die Entwicklung des Mittels stoppen müssen.

Auf Bristol-Myers Squibb kommen nach dem Aus des Medikaments Milliardenkosten zu. Reuters

Auf Bristol-Myers Squibb kommen nach dem Aus des Medikaments Milliardenkosten zu.

New YorkDas Scheitern eines Medikaments zur Bekämpfung von Hepatitis C kostet den US-Pharmakonzern Bristol-Myers Squibb Milliarden. Im dritten Quartal würden deswegen Kosten in Höhe von 1,8 Milliarden Dollar verbucht, teilte das Unternehmen am Freitag mit. Anfang des Monats hatte Bristol-Myers bekanntgegeben, die Entwicklung des Mittels BMS-986094 zu stoppen.

Zuvor war ein Patient während einer klinischen Studie an einem Herzinfarkt gestorben. Mehrere andere Personen mussten im Krankenhaus behandelt werden. Bristol hatte das lange als aussichtsreich geltende Medikament durch den 2,5 Milliarden Dollar schweren Kauf der Biotechfirma Inhibitex erworben.

Pharmaunternehmen liefern sich derzeit einen Wettlauf bei der Entwicklung von verträglicheren Medikamenten gegen Hepatitis C. Experten erwarten, dass das Geschäft mit Arzneien gegen die Krankheit bis 2015 in den wichtigsten Märkten auf bis zu 16 Milliarden Dollar wächst. Weltweit leiden etwa 180 Millionen Menschen an Hepatitis C. Ohne Behandlung kann die Krankheit Leberzirrhose oder Krebs auslösen.

Von

rtr

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