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24.01.2007

11:48 Uhr

Hervorragendes Ergebnis

Eurocopter beglückt EADS

Während der Flugzeugbauer Airbus dem europäischen Luft- und Raumfahrtkonzern EADS am laufenden Band Probleme bereitet, ist der Hubschrauber-Hersteller Eurocopter das Musterkind in der Familie. Das Geschäft brummt.

HB PARIS. Eurocopter hat seinen Umsatz im vergangenen Jahr um 18 Prozent gesteigert. Die Erlöse seien auf 3,8 Mrd. Euro geklettert, teilte das Unternehmen am Mittwoch in Paris mit. Für das laufende Jahr rechnet das Unternehmen, das sowohl militärische wie auch zivile Hubschrauber produziert, mit weiterem Wachstum.

Das Auftragsvolumen erhöhte sich 2006 von 3,52 auf 4,89 Mrd. Euro. Unter anderem hat Eurocopter eine Bestellung der spanischen Armee für 45 Maschinen sowie eine für 37 Helikopter von der französischen Polizei. Der Auftragsbestand lag Ende 2006 insgesamt bei 11 Mrd. Euro. Ausgeliefert wurden im vergangenen Jahr 381 Helikopter, nachdem es 2005 nur 334 waren. Für dieses Jahr kündigte Firmenchef Lutz Bertling ein Plus von 20 Prozent an.

Zahlen zum operativen Gewinn nannte Eurocopter nicht. Dies soll erst passieren, wenn die Bilanz des EADS-Konzerns vorliegt. 2005 hatte die Hubschraubersparte operativ 212 Mill. Euro verdient. Gemessen am Umsatz macht sie rund 10 Prozent von EADS aus. Wesentlich größer ist dagegen die Tochter Airbus, die zuletzt wegen Lieferverzögerungen beim Großraumflieger A380 Verluste schrieb und EADS ins Straucheln brachte.

Eurocopter könnte allerdings demnächst in Frankreich Probleme bekommen. Die französischen Streitkräfte müssten bis zum Jahr 2015 rund 30 Mrd. Euro einsparen, berichtete die Zeitung „La Tribune“ unter Berufung auf ein vertrauliches Papier des Verteidigungsministeriums.Damit könnte Frankreichs Plan zum gemeinsamen Bau eines Flugzeugträgers mit Großbritannien den Kürzungen zum Opfer fallen – dies würde 2,9 Mrd. Euro einsparen. Außerdem komme die Stornierung einer Bestellung über 40 Helikopter vom Typ „Tiger“ in Frage, was Eurocopter betreffen würde. Dies könnte eine weitere Milliarde Euro einsparen. Eurocopter-Chef Bertling sagte jedoch, dem Unternehmen sei von Änderungen für die „Tiger“-Militärhubschrauber nichts bekannt.

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