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21.03.2012

21:13 Uhr

Hewlett Packard

Drucker- und PC-Sparte werden zusammengelegt

Der US-Computerkonzern vereint seine Drucker- und PC-Sparten. Die Umstrukturierung soll den schwächelnden Geschäftsbereichen auf die Beine helfen und deutliche Einsparungen bringen. Das könnte auch Arbeitsplätze kosten.

Computer des Herstellers Hewlett Packard . dapd

Computer des Herstellers Hewlett Packard .

Palo AltoMit der Zusammenlegung seiner Drucker- und PC-Sparten will der US-Computerkonzern Hewlett Packard (HP) wieder wettbewerbsfähiger werden. In beiden Bereichen schwächelt das Geschäft. Statt Dokumente auszudrucken, tauschen die Nutzer Informationen zunehmend online. Für HP, dessen wirtschaftlicher Erfolg stark vom Verkauf von Druckertinte abhängt, eine nachteilige Entwicklung. Und obwohl HP noch immer der größte PC-Hersteller der Welt ist, hat der Boom von Tablets und Smartphones dem Computer-Absatz geschadet. Von der am Mittwoch bekannt gegebenen Zusammenlegung verspricht sich der Konzern deutliche Einsparungen.

Todd Bradley, seit 2005 geschäftsführender Vizepräsident der PC-Sparte, soll die neue Abteilung leiten. Vyomesh Joshi, geschäftsführender Vizepräsident der Drucker-Sparte, geht nach 31 Jahren bei HP in den Ruhestand. Bei der Zusammenlegung werden wohl auch Arbeitsplätze verloren gehen. 2009 entließ HP bereits 4.400 Angestellte. Im Oktober arbeiteten noch 349.600 Menschen für HP.

Das Unternehmen wolle Sparpotenziale aufdecken, um Geld für Investitionen in wachsende Geschäftsbereiche zu haben, erklärte HP. Der Zusammenschluss werde außerdem die Produktivität und Effizienz steigern. Zudem würde dadurch die Marke gestärkt, der Kundendienst verbessert und die Lieferkette vereinfacht, teilte HP mit. Zusammen machte das Geschäft mit PCs, Druckern und Tinte im ersten Quartal etwa die Hälfte des Unternehmensumsatzes von 30 Milliarden Dollar (22,66 Milliarden Euro) aus.

Insbesondere bei der Verwaltung und beim Marketing sieht der Technologie-Analyst der Investmentfirma Sterne Agee, Shaw Wu, Einsparpotenziale. Allerdings seien diese begrenzt. Kunden würden nicht notwendigerweise ihre Computer und Drucker zur selben Zeit kaufen. PCs würden schneller ersetzt als Drucker.

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