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04.08.2011

13:14 Uhr

Hitachi und Mitsubishi

Entstehung eines Mega-Konzerns

Kreise zufolge planen Hitachi und Mitsubishi bis 2013 die Fusion ihrer Kerngeschäfte. Das Ergebnis wäre ein Konzern mit einem Umsatz von 150 Milliarden Dollar - und ein historisches Ereignis für Japans Industrie.

Hitachi und Mitsubishi planen offenbar eine Fusion um weiterhin wettbewerbsfähig zu bleiben. Quelle: Reuters

Hitachi und Mitsubishi planen offenbar eine Fusion um weiterhin wettbewerbsfähig zu bleiben.

In Japans krisengebeutelter Industrie zeichnet sich eine bahnbrechende Großfusion ab. Der größte Mischkonzern des Landes, Hitachi, und der führende Hersteller von Schwermaschinen, Mitsubishi Heavy Industries, erwägen Kreisen zufolge die Zusammenlegung ihres Kerngeschäft. Damit steht die Schaffung eines weltweiten Schwergewichts in Konkurrenz zu General Electric oder Siemens mit einem Jahresumsatz von 150 Milliarden Dollar Anfang 2013 bevor.

Die beiden Konzerne hätten Gespräche über die Kombination der wichtigen Infrastruktur- und Informationstechnologie- Geschäfte aufgenommen, sagten drei mit den Verhandlungen vertraute Personen heute. Ein Zusammenschluss von zwei der ältesten Konzerne des Landes könnte die dringend notwendige Konsolidierung in Japans Industrie anstoßen. Bislang sind japanische Firmen davor zurückgeschreckt.

„Das wird ein historisches Ereignis, wenn es sich bewahrheiten sollte“, sagte Analyst Fujido Ando von Chibagin Asset Management. „Wenn sie das durchsetzen und einen neuen Konzern aus verschiedenen anderen Unternehmen formen, verdient das großes Lob.“ Ein solcher Schritt galt bisher in Japan als extrem schwer umzusetzen. Ein Zusammenschluss könnte der Wirtschaft des Landes jedoch helfen, sagte Fondsmanager Kiyoshi Noda von MU Investments. „Sie müssten nicht mehr gegeneinander antreten, wenn sie sich um internationale Infrastruktur-Projekte bemühen. Das erhöht ihre Chancen.“

Entscheidungen seien noch keine gefällt worden, hieß es in den Kreisen. Viele Grundsatzfragen seien noch offen: „Wer übernimmt wo die Führung? Was passiert mit Geschäften, die sich überschneiden? Was geschieht mit den Allianzen der beiden Konzerne?“, zählte eine der mit den Plänen vertraute Personen auf. Zuletzt sollen die Gespräche den Kreisen zufolge sogar auf der Kippe gestanden haben, nachdem die Wirtschaftszeitung „Nikkei“ davon berichtet hatte. Eine für Donnerstag angekündigte Mitteilung wurde wieder zurückgezogen.

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