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29.01.2011

10:20 Uhr

Hochtief-Übernahme

„Showdown“ beim Aktionärstreffen erwartet

VonUta Knapp (dpa)

Krimi um Hochtief und kein Ende: Auch wenn es ACS in der kommenden Woche gelingen sollte, die angestrebte 30-Prozent-Marke bei Hochtief zu überspringen, ist die Schlacht um die Macht beim Baukonzern nicht geschlagen: Beobachter erwarten einen Hauptversammlungs-"Showdown".

Hochtief-Arbeiter in Düsseldorf. Bein der Übernahme des Baukonzerns bahnt sich in der kommenden Woche ein Showdown an. DAPD

Hochtief-Arbeiter in Düsseldorf. Bein der Übernahme des Baukonzerns bahnt sich in der kommenden Woche ein Showdown an.

HB ESSEN. Das Ringen um die Macht beim Essener Baukonzern Hochtief bleibt spannend. Auch mit einem erfolgreichen Abschluss des Übernahmeangebots in der kommenden Woche hätte der Angreifer ACS noch nicht alle Trümpfe in der Hand. Spätestens bei der Hauptversammlung am 12. Mai könnte es zu einem Kräftemessen kommen, alle juristischen Finessen inbegriffen. Der Ausgang ist für beide Seiten ungewiss.

Hochtief wehrt sich seit Monaten mit Händen und Füßen gegen die Übernahme - noch ist der Vorstand nicht chancenlos.

Gut zwei Monate nach der Vorlage will ACS am kommenden Donnerstag (3.2.) zunächst einmal das Endergebnis des Übernahmeangebots vorlegen. Vorausgegangen sind zwei Annahmerunden und eine Rücktrittsfrist für die Aktionäre von sieben Bankarbeitstagen.

Bereits nach der ersten Annahmerunde war es ACS zunächst gelungen, mit einem Anteil von 30,33 Prozent knapp die angestrebte 30-Prozent- Schwelle zu überspringen. In der zweiten Runde konnte ACS seinen Anteil auf 31,59 Prozent weiter steigern.

Offen ist nun nur noch das Ergebnis nach Ablauf der Rücktrittsfrist: Sollte es ACS gelingen, dann auch weiterhin einen Anteil von über 30 Prozent an Hochtief zu halten, wäre dies ein wichtiger Etappensieg - aber nicht mehr. ACS könnte dann ohne weitere Beschränkungen seinen Anteil an Hochtief auf die geplante Zielmarke von 50 Prozent plus einer Aktie erhöhen, um so die Kontrolle bei Hochtief zu übernehmen. Das würde ACS je nach Börsenkurs bis zu eine Milliarde Euro kosten - viel Geld für den hoch verschuldeten spanischen Konzern.

Aber bereits um das Ergebnis nach Ende der Rücktrittsfrist ranken sich Spekulationen. Mögliche Hochtief-Unterstützer könnten auch die bereits ACS zum Tausch angebotenen Aktien an der Börse kaufen und dann von ihrem Rücktrittsrecht Gebrauch machen, sagte der Münchner Aktienrechtler Oliver Maaß von der Kanzler Heisse Kursawe Eversheds.

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