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28.01.2005

13:44 Uhr

Höhe wurde noch nicht beziffert

Rational schüttet Sonderdividende aus

Der bayerische Großküchengeräte-Hersteller Rational hat 2004 erneut die eigenen Umsatz- und Gewinnziele übertroffen und will daher eine Sonderdividende ausschütten.

HB MÜNCHEN. Für das laufende Jahr rechnet das Unternehmen ebenfalls mit kräftigen Zuwächsen - wenn auch nicht ganz in der Höhe des Vorjahres. „Beim Ergebnis planen wir zwölf Prozent Plus“, konkretisierte Finanzvorstand Erich Baumgärtner am Freitag in München seine Prognose für den Gewinn vor Steuern und Zinsen (Ebit). Damit ergäbe sich 2005 ein Ebit von 60 Millionen Euro. Beim Umsatz strebe Rational eine Steigerung um zehn Prozent auf rund 244 Millionen Euro an.

Vorstandschef Günter Blaschke kündigte mit Verweis auf die „komfortable Kassenlage“ eine nicht bezifferte Sonderdividende an. Die Aktionäre würden damit auf alle Fälle mehr als die 1,85 Euro pro Aktie des Jahres 2003 erhalten. Die im Kleinwerte-Index SDax gelistete Rational-Aktie, die 2004 ihren Wert um rund 50 Prozent gesteigert hatte, notierte am frühen Nachmittag unverändert mit 76,80 Euro. Das Unternehmen aus Landsberg am Lech, das nach eigenen Angaben mittlerweile 51 (2003: 49) Prozent Weltmarktanteil hält, war im Jahr 2000 zum Preis von 23 Euro je Aktie an die Börse gegangen.

Zukäufe stehen nicht auf der Agenda

Nach vorläufigen Zahlen steigerte die Gesellschaft 2004 den Gewinn vor Zinsen und Steuern (Ebit) um 27 Prozent auf 53,6 Millionen Euro, der Umsatz legte um um 19 Prozent auf ein Rekordniveau von 221,8 Millionen Euro zu. Ursprünglich hatte Rational ein Ebit von 47 Millionen Euro Ebit prognostiziert, zuletzt aber erklärt, dies zu übertreffen.

Rational hatte im April das SelfCooking Center auf den Markt gebracht, ein Gerät, das automatisch Essen gart und dabei Dauer, Hitze und Feuchtigkeit selbstständig bestimmt. Der Kunde gibt nur noch das Gericht ein, sogar die Stückzahl und das Gewicht werden von selbst ermittelt. Gegenüber der Konkurrenz habe Rational damit einen Technologievorsprung von mehreren Jahren, es gebe nichts Vergleichbares auf dem Weltmarkt, sagte Blaschke. „Wir sind so etwas, wie der PC für die Schreibmaschine war.“ Ein Gerät kostet zwischen 6000 und 35 000 Euro.

Finanzchef Baumgärtner kündigte an, 2005 vor allem in den Vertrieb zu investieren. Nach wie vor kochten 80 Prozent der Großküchen, die das SelfCooking Center nutzen könnten, mit alten Geräten. Zukäufe schloss Vorstandschef Blaschke auf absehbare Zeit aus. Mittelfristig wolle das Unternehmen aber in den USA produzieren, dies könnte bereits 2006, womöglich aber auch erst 2008 der Fall sein.

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