Handelsblatt

MenüZurück
Wird geladen.

11.11.2013

08:39 Uhr

Höhere Ziele

Grammer profitiert von Geschäften in Übersee

Die beiden größten Pkw-Märkte der Welt bescheren Automobilzulieferer Grammer im dritten Quartal ein Umsatzplus im zweistelligen Prozentbereich. Das Gesamtjahr soll zudem mit einem Umsatzrekord abgeschlossen werden.

Grammer-Konzernzentrale in Amberg: Währungseffekte belasten den Konzern im zweiten Quartal. dpa

Grammer-Konzernzentrale in Amberg: Währungseffekte belasten den Konzern im zweiten Quartal.

MünchenDer Fahrzeugzulieferer Grammer hat dank guter Geschäfte in China und Nordamerika kräftig zugelegt. Im dritten Quartal kletterte der Umsatz um fast zehn Prozent auf 310,4 Millionen Euro, wie der Konzern aus dem bayerischen Amberg am Montag mitteilte. Das Ergebnis vor Zinsen und Steuern (Ebit) wuchs um ein Fünftel auf 13,2 Millionen Euro. Im Automotive-Segment, dem größeren der beiden Sparten, konnte Grammer nach eigenen Angaben die anhaltende Flaute in Europa in Übersee ausgleichen.

In den beiden weltgrößten Pkw-Märkten China und USA setzen vor allem die Oberklasse-Hersteller - Grammers Hauptkunden - nach wie vor viele Fahrzeuge ab. Außerdem zahlte sich ein Zukauf aus. In der Sitz-Sparte glich der Zulieferer demnach die Lkw-Krise in Europa durch mehr Geschäft in Brasilien aus. Wachstum kam auch aus dem Offroad-Markt, also Land- und Baumaschinen, in Nordamerika.

Die weltweit größten Automobilzulieferer

Platz 10

Faurecia - 18,03 Milliarden Euro Umsatz mit Autoteilen

Das Schicksal des Autozulieferers ist eng verbunden mit PSA Peugeot/Citroën. Derzeit stagnieren die Geschäfte. Zum Portfolio gehören Sitze und Emissionskontrollsysteme.

Platz 9

Aisin Seiki - 18,92 Milliarden Euro Umsatz mit Autoteilen

Die Japaner gehören zur Toyota-Gruppe und produzieren etliche Komponenten für die Autoindustrie, darunter Getriebe und Navigationssysteme.

Platz 8

Michelin - 20,25 Milliarden Euro Umsatz mit Autoteilen

Der französische Reifenriese musste zuletzt erneut Rückschläge beim Absatz hinnehmen. Neben Reifen stellt das Unternehmen aus Clermont-Ferrand auch Navigationssysteme her.

Platz 7

Johnson Controls - 20,93 Milliarden Euro Umsatz mit Autoteilen

Die US-Amerikaner aus Milwaukee konzentrieren sich die Zulieferung von Sitzen, Türen und Instrumenten. Damit legte der Umsatz zuletzt leicht zu.

Platz 6

Hyundai Mobis - 23,25 Milliarden Euro Umsatz mit Autoteilen

Die Koreaner sind Teil des riesigen koreanischen Hyundai-Imperiums und zählen zu den wichtigsten Zulieferern für die Autobauer Hyundai und Kia. Gebaut werden Sicherheitssysteme, Airbus, Lampen und Antriebsstränge.

Platz 5

Bridgestone / Firestone - 24,62 Milliarden Euro Umsatz mit Autoteilen

In der Gummiverarbeitung sind die Japaner sogar weltweit führend. In Frankreich, Italien, Polen und Spanien betreiben sie eigene Werke.

Platz 4

Magna - 24,95 Milliarden Euro Umsatz mit Autoteilen

Unter der Führung der schillernden Österreichers Frank Stronach wuchs der Konzern - und kann nahezu alle Bauteile selbst Produzieren. Fahrgastzellen, Sitze, Antrieb und Elektronik gehören zum Portfolio des Unternehmens.

Platz 3

Denso - 27,79 Milliarden Euro Umsatz mit Autoteilen

Die Japaner verloren zuletzt wieder Marktanteile. Kunden sind insbesondere die großen japanischen Autobauer. Das Unternehmen baut unter anderem Klimaanlage, Antriebsstränge und Elektronik.

Platz 2

Robert Bosch - 30,7 Milliarden Euro Umsatz mit Autoteilen

Der zweitgrößte Autozulieferer der Welt ist in Stuttgart daheim. Neben Benzin- und Dieselsystemen baut Bosch auch Multimedia-Systeme, Bremsen, Elektronik und Batterien für etliche große Autohersteller .

Platz 1

Continental - 33,32 Milliarden Euro Umsatz mit Autoteilen

Aus Hannover in die Welt: Neben den bekannten Reifen liefert Conti auch Sicherheits- und Telematiksysteme, Steuerinstrument und die Elektronik für Antriebsstränge. Im Vergleich zum Vorjahr legte der Umsatz damit leicht zu.

Für 2013 äußerte sich Grammer optimistischer und präziser: Der Umsatz soll organisch um mindestens fünf Prozent zulegen und gemeinsam mit den Zuwächsen aus der Übernahme den Rekordwert des Vorjahres spürbar übertreffen. Analysten gehen von Erlösen von gut 1,2 Milliarden Euro aus. Das Ebit soll überproportional zum Umsatz steigen und „deutlich verbessert“ werden, hieß es.

Von

rtr

Direkt vom Startbildschirm zu Handelsblatt.com

Auf tippen, dann auf „Zum Home-Bildschirm“ hinzufügen.

Auf tippen, dann „Zum Startbildschirm“ hinzufügen.

×