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13.10.2014

15:23 Uhr

Hoffnung für insolventen Fahrradhersteller

Maschmeyer will erneut in Mifa investieren

ExklusivDie Mitteldeutschen Fahrradwerke können trotz Insolvenz neue Hoffnung schöpfen. Ein neuer Investor legt Restrukturierungspläne für das Unternehmen vor - und auch Investor Maschmeyer ist zu finanziellen Zusagen bereit.

Kann Mifa weitermachen? Nach der Insolvenz wurden wohl neue Investoren gewonnen. dpa

Kann Mifa weitermachen? Nach der Insolvenz wurden wohl neue Investoren gewonnen.

DüsseldorfDer Einstieg des indischen Hersteller Hero Cycles hat sich als Luftnummer entpuppt, die eigenen Gläubiger haben dem Vorstand das Vertrauen entzogen. Doch für die insolventen Mitteldeutschen Fahrradwerke (Mifa) kann trotzdem neue Hoffnung schöpfen: Der Fahrradbauer aus Sangershausen in Sachsen-Anhalt hat einen neuen Investor gefunden.

Über eine Optionsanleihe will die Deutsche Balaton rund 7,5 Millionen Euro in Mifa investieren. Zusätzlich will das Unternehmen weitere 7,5 Millionen Euro von anderen Investoren einsammeln – und so die eine Restrukturierung einleiten, teilte das Unternehmen mit. Damit diese funktioniert, müssten auch die Banken ihren Beitrag zur Sanierung leisten, hieß es.

Im Interview mit Handelsblatt Online ist sich auch Finanzunternehmer Carsten Maschmeyer bereit, dem Unternehmen finanziell unter die Arme zu greifen. „Wenn es dem Unternehmen wirklich hilft, würde ich zu einem Kapitalschritt zu Lasten der Aktionäre bereit sein und auch prüfen, mit einer weiteren Finanzspritze dabei zu sein, auch in Höhe von mehreren Millionen“, so Maschmeyer. Sein Investment im Wert von acht Millionen Euro habe er zumindest gedanklich bereits komplett abgeschrieben.

Maschmeyer im Interview: „Mifa ist zum Selbstbedienungsladen geworden“

Maschmeyer im Interview

exklusiv„Mifa ist zum Selbstbedienungsladen geworden“

Investor Carsten Maschmeyer übt im Interview mit Handelsblatt Online massive Kritik an den selbsternannten Helfern des Fahrradherstellers Mifa. Einige versuchten, Kapital aus der Notlage des Unternehmens zu schlagen.

Damit frisches Geld fließen kann müsse bei Mifa aber für klare Verhältnisse gesorgt werden. „Bei mir erhärtet sich der Eindruck, dass die Mifa zu einem Art Selbstbedienungsladen geworden ist und einige Beteiligte anscheinend versuchen, aus der Notlage der Mifa Kapital zu schlagen – auf dem Rücken unschuldiger Mitarbeiter“, sagte Maschmeyer.

Vergangenen Mittwoch hatten die Gläubiger des Fahrradherstellers dem Vorstand das Vertrauen für die Sanierung entzogen. Der vorläufige Gläubigerausschuss, der aus den wichtigsten Kreditgebern, Arbeitnehmervertretern und anderen Anspruchsberechtigten besteht, hatte sich einstimmig gegen eine Insolvenz in Eigenverwaltung und für die Einsetzung eines externen Insolvenzverwalters ausgesprochen. Das Amtsgericht Halle habe daher beschlossen, den bisher als Sachwalter agierenden Flöther zum vorläufigen Insolvenzverwalter zu bestellen.

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