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16.07.2012

12:50 Uhr

Hoffnungsträger A-Klasse

Daimler glaubt an seinen Kompaktwagen

Trotz des schwachen Automarkts in Europa erwartet der Autobauer ein neues Rekordjahr. Hoffnungsträger ist nicht zuletzt der kleinste Mercedes: Die A-Klasse. Über eine Milliarde Euro pumpt Daimler in die neuen Modelle.

Eine Mercedes-Benz A-Klasse auf einem Produktionsband im Mercedes-Werk. dapd

Eine Mercedes-Benz A-Klasse auf einem Produktionsband im Mercedes-Werk.

Frankfurt/Rastatt/StuttgartDer Autokonzern Daimler peilt dieses Jahr einen neuen Absatzrekord an und setzt dabei große Hoffnungen in seine neuen Kompaktmodelle. Für die Produktion der neuen A- und B-Klasse im Werk Rastatt investiere der Konzern insgesamt rund 1,2 Milliarden Euro, erklärte Vorstandschef Dieter Zetsche am Montag. Die Hälfte davon sei bereits geflossen, die restlichen 600 Millionen sollen bis Ende nächsten Jahres folgen. Allein in diesem Jahr kämen in Rastatt 500 neue Arbeitsplätze hinzu. Ab Oktober will Daimler dort eine dritte Schicht in der Montage fahren, weil die Nachfrage so hoch ist.

Das Kompakt-Segment ist stark umkämpft und weniger renditeträchtig als die Oberklasse. Nach früheren Angaben kalkuliert Daimler damit, in etwa fünf Jahren die Milliarden-Investitionen wieder hereingeholt zu haben und Geld mit den neuen Kompaktwagen zu verdienen.

Die größten Autohersteller der Welt

General Motors

Der Autobauer hat im Jahr 2011 insgesamt 9 Millionen Fahrzeuge abgesetzt und war damit Spitzenreiter der Branche. Auch bei der Forschung ist GM vorn mit dabei: Das Budget dafür beträgt 6,9 Milliarden Dollar (2010).

Volkswagen

Platz zwei beim Absatz: 8,4 Millionen Stück, bei der Forschung auf Platz drei (6 Milliarden Dollar).

Toyota

Platz drei: 8 Millionen Fahrzeuge haben die Japaner abgesetzt. Toyota ist auch bei der Forschung Spitze: Der japanische Konzern gab mit 8,5 Milliarden Dollar so viel für die Forschung aus wie keiner der Mitbewerber.

Hyundai

Platz vier für die Koreaner (mit Kia): 6,1 Millionen Stück, bei der Forschung mit 5,7 Milliarden Dollar ebenfalls Vierter.

Ford

Mit 5,7 Millionen abgesetzten Fahrzeugen landet der US-Autobauer auf Platz fünf, bei den Forschungsausgaben mit 5 Milliarden Dollar ebenfalls.

Nissan

Beim Autoabsatz sind die Japaner mit 4,7 Millionen Stück weltweit sechster. 4,7 Milliarden Dollar steckte Nissan in die Forschung (Platz sechs).

BMW

Mit 1,7 Millionen abgesetzten Fahrzeugen auf Platz zwölf, bei der Forschung mit einem Budget von 4,1 Milliarden Dollar auf Platz acht.

Daimler

Platz 13 bei den Auslieferungen: 1,4 Millionen Stück, bei der Forschung auf Platz sieben (4,6 Milliarden Dollar).

Quellen: Ernst & Young (Absatz), Booz & Company, Unternehmensangaben (Forschungsausgaben)

Mit den ersten Bestellungen zeigte sich der Konzern zufrieden: Die neue A-Klasse, die vor allem jüngere Käufer ansprechen soll, sei seit dem Verkaufsstart Mitte Juni schon mehr als 40.000 mal bestellt worden. Von der B-Klasse seien seit der Markteinführung im November 2011 per Juni über 70.000 Fahrzeuge ausgeliefert worden. Daimler bläst mit den Modellen zum Angriff auf Audi und BMW, an deren Absatz die Stuttgarter bis 2020 vorbeiziehen möchten. 2011 lag Mercedes hier hinter der Konkurrenz.

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Die Schwellenländer werden für den Markt immer wichtiger. Die Autokonzerne wollen ihre Kapazitäten in China und Indien verstärkt ausbauen, weshalb mehr marktspezifische Modelle in der Planung sind.

"Weltweit war das erste Halbjahr 2012 das bisher absatzstärkste unserer Unternehmensgeschichte", erklärte Zetsche. "Auch für das Gesamtjahr gehen wir davon aus, den Absatzrekord des letzten Jahres nochmals übertreffen zu können." 2011 waren es 1,26 Millionen Pkw. Von den europäischen Märkten sei kurzfristig allerdings kaum Rückenwind zu erwarten, warnte der Daimler-Chef. "Für Westeuropa rechnen wir dieses Jahr sogar mit einem weiteren Marktrückgang von rund fünf Prozent."

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