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01.12.2011

10:48 Uhr

Hohe Asiennachfrage

Bosch bremst die eigenen Erwartungen

Der weltgrößte Autozulieferer Bosch sieht seine Branche weiter auf stabile Geschäfte zusteuern. Zwar stimmt der anhaltende Aufschwung in den Wachstumsregionen Asiens zuversichtlich, aber 2012 drohen auch viele Gefahren.

Bosch sieht die Auto-Branche weiter auf stabile Geschäfte zusteuern. dapd

Bosch sieht die Auto-Branche weiter auf stabile Geschäfte zusteuern.

Tokio/StuttgartDer weltgrößte Autozulieferer Bosch zollt der Abkühlung der Weltwirtschaft Tribut. Die weltweite Automobilproduktion werde im kommenden Jahr nur noch um drei bis fünf Prozent wachsen, sagte Kfz-Technik-Chef Bernd Bohr am Donnerstag auf der Automesse in Tokio. Bisher hatte sich Bosch mehr von 2012 versprochen und eine Zunahme der Fahrzeugproduktion rund um den Globus um sechs bis acht Prozent erwartet.

Für das zu Ende gehende Jahr 2011 geht Bosch von einer Steigerung um vier Prozent aus. Mitte September hatte der Weltmarktführer noch fünf Prozent in Aussicht gestellt und im Frühjahr sogar noch ein Produktionsplus von sieben Prozent für möglich gehalten. Die Konsolidierung der öffentlichen Haushalte in der hoch verschuldeten Euro-Zone und in den USA habe das Wachstum gedämpft und habe auch die neuen Märkte in den Schwellenländern in Mitleidenschaft gezogen. Der Aufschwung in den asiatischen Wachstumsregionen werde aber noch einige Zeit dauern, sagte Bosch-Manager Bohr.

Bosch werde 2011 wie erwartet beim Konzernumsatz erstmals die Marke von 50 Milliarden Euro überspringen, 2010 waren es 47,3 Milliarden. Die Kfz-Technik solle in diesem Jahr wie geplant mehr als 30 Milliarden Euro Erlöse bringen nach 28,1 Milliarden im Vorjahr. Die Zahl der Beschäftigten stockte der Stuttgarter Konzern weltweit im laufenden Jahr deutlich um mehr als 15.000 Mitarbeiter auf. Zum Jahresende werde Bosch damit 300.000 Menschen beschäftigen, rund 177.000 sind in der Sparte Kfz-Technik tätig.

In den aufstrebenden Märkten Asiens will Bosch vor allem die Entwicklung kleiner günstiger Autos vorantreiben. Dafür müssten die Kosten für Elektronik und Einspritztechnik sinken, sagte Bohr.

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