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03.12.2011

12:00 Uhr

Hohe Auftragseingänge

Holzindustrie erwartet gute Geschäfte

„Von Krise kann man nicht reden“ - so die klare Aussage des Präsidenten des Deutschen Holzindustrie-Hauptverbands. Alle Betriebe seien gut ausgelastet. Allein der hohe Holzpreis bereite der Branche weiter Sorgen.

Hinter einem großen Lagerplatz für Rundhölzer steht eines der drei großen Holzverarbeitungswerke von Wismar: „Wenn es nicht knallt, erwarten wir ein Umsatzwachstum von mindestens fünf Prozent.“ ZB

Hinter einem großen Lagerplatz für Rundhölzer steht eines der drei großen Holzverarbeitungswerke von Wismar: „Wenn es nicht knallt, erwarten wir ein Umsatzwachstum von mindestens fünf Prozent.“

StuttgartDie deutsche Holzindustrie trotzt den trüben Konjunkturaussichten und erwartet für das kommende Jahr weiter gute Geschäfte. „Wenn es nicht knallt, erwarten wir ein Umsatzwachstum von mindestens fünf Prozent“, sagte Johannes Schwörer, Präsident des Hauptverbandes der Deutschen Holzindustrie, der Nachrichtenagentur dpa in Stuttgart. Für das laufende Jahr erwartet die Branche Erlöse von knapp 32 Milliarden Euro.

Alle Betriebe seien gut ausgelastet, sagte Schwörer. „Von Krise kann man nicht reden.“ Er verwies auf den weiterhin hohen Auftragseingang bei den Unternehmen. Sorgen bereitet der Branche aber nach wie vor der hohe Holzpreis. Schwörer sagte, eine langfristige Entspannung sei nicht in Sicht. Ein Festmeter Rundholz habe im Jahr 2010 zwischen 93 und 95 Euro gekostet. In diesem Jahr habe sich der Preisanstieg fortgesetzt. „Jetzt muss man über 100 Euro pro Festmeter zahlen.“

Schwörer befürchtet, dass darunter die Sägewerke in Deutschland mit am stärksten betroffen sind. Unter ihnen gebe es viele kleine Betriebe. „Und für die ist bald das Ende der Fahnenstange erreicht.“ Sorgen bereite ihm auch, dass immer mehr Holz zur Produktion von Energie eingesetzt wird. „Holz muss zuerst verbaut werden. Nur Restholz darf verbrannt werden.“

Die Holzindustrie mit ihren knapp 1000 Betrieben rechnet mit einem weiteren Beschäftigungszuwachs. Im Jahr 2010 zählte der Wirtschaftszweig mit knapp 1000 Betrieben rund 151 000 Beschäftigte. Ende diesen Jahres werden es voraussichtlich 153 500 Mitarbeiter sein, wie Schwörer berichtete. Vor allem im Montagebereich gebe es offene Stellen.

Von

dpa

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