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18.08.2011

10:16 Uhr

Hohe Auslastung

VW-Betriebsratschef erwartet hohes Wachstum

Ausgelastete Fabriken und eine hohe Nachfrage sorgen für gute Stimmung bei VW. Eine Konjunkturflaute könne dem nichts anhaben, meint VW-Betriebsratschef Bernd Osterloh.

Der Vorsitzende des Gesamtbetriebsrats von Volkswagen, Bernd Osterloh. Quelle: dpa

Der Vorsitzende des Gesamtbetriebsrats von Volkswagen, Bernd Osterloh.

HamburgVolkswagen wird nach Überzeugung der Arbeitnehmervertretung trotz einer allgemein erwarteten Konjunkturabkühlung sein hohes Wachstumstempo beibehalten. Er sehe in diesem Jahr keine Anzeichen für ein Nachlassen der Pkw-Nachfrage, sagte Betriebsratschef Bernd Osterloh gestern Abend im Club Hamburger Wirtschaftsjournalisten. VW sei „sehr robust“ und verfüge über einen hohen Auftragsbestand, der den Werken auf mehrere Monate eine hohe Auslastung sichere. „Zurzeit läuft es bei VW gut.“ Der Wolfsburger Autobauer werde eher noch stärker wachsen als erwartet. Als Gesamtbetriebsratsvorsitzender sitzt Osterloh im einflussreichen Präsidium des VW-Aufsichtsrats, das dessen Sitzungen vorbereitet.

Volkswagen hatte im Juli dank teils starker Zuwächse in China, Nordamerika und Osteuropa so viele Pkw seiner Marke VW verkauft wie nie zuvor. Die Zahl der Auslieferungen stieg im vergangenen Monat um 17 Prozent. Seit Jahresbeginn waren es weltweit knapp drei Millionen Fahrzeuge, 12,5 Prozent mehr als vor Jahresfrist.

Selbst für den Fall, dass sich die Konjunktur wegen der Schuldenkrise in Europa und den USA abkühlen sollte und Asien dies nicht ausgleichen könnte, erwartet Osterloh für die Belegschaft keine Probleme. „Wir sind ohne weiteres in der Lage, auf einen Rückgang in zweistelliger prozentualer Größenordnung beim Volumen zu reagieren, ohne dass das Auswirkungen auf die Beschäftigten hat.“ Er verwies darauf, dass die Fabriken in China, dem größten Markt der Wolfsburger, zu mehr als 100 Prozent ausgelastet seien. Zudem sei der Konzern mit seinen acht Pkw-Marken und den Lkw-Bauern Scania und MAN mit fast 500.000 Beschäftigten flexibel genug, um Schwankungen auszugleichen.

Die von Misstönen begleitete Partnerschaft mit dem japanischen Kleinwagenspezialisten Suzuki sieht Osterloh, nicht vor dem Aus. Die Situation sei nicht so verfahren, wie sie öffentlich dargestellt werde. „Der Prozess dauert nur etwas länger, als wir uns das alle vorgestellt haben.“

Von

rtr

Kommentare (2)

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Nachwuchs

18.08.2011, 18:42 Uhr

Sind die Lustreisen abgeschafft? Hat man endlich Boni verboten, da jeder Vertrag doch zum Inhalt hat: Zum Wohl der Firma, oder gilt dies, besonders für Führungskräfte, heute nicht mehr?

Politiker

18.08.2011, 18:54 Uhr

Hohes Wachstum? Und werden die Diskriminierung der deutschen Kunden abgeschafft? Wieso sollen Deutsche die Autos für die Europäer und mit mitbezahlen? Die Verachtung betreiben also nicht nur die Wirtschaft, sondern auch die Politiker! Wieso denkt jeder auf der Welt: Deutsche sind Wesen 10. Klasse, die nur zahlen und ausgeplündert werden müssen?

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