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15.04.2014

17:16 Uhr

Hohe Nachfrage

BMW baut mehr i3

In Kürze steht das Elektroauto i3 auch bei den BMW-Händlern in den USA. Wegen des erwarteten Nachfrageschubs – die USA sollen der wichtigste Markt für den i3 werden – fährt BMW jetzt die Produktion in Leipzig hoch.

i3-Fertigung in Leipzig: Mit dem i3 will BMW im Nischenmarkt Elektroauto eine führende Rolle spielen. Reuters

i3-Fertigung in Leipzig: Mit dem i3 will BMW im Nischenmarkt Elektroauto eine führende Rolle spielen.

MünchenIn der Hoffnung auf einen kräftigen Nachfrageschub aus den USA stockt BMW die Produktion seines Elektroautos i3 weiter auf. Die Vereinigten Staaten, wo jetzt der Verkauf des batteriebetriebenen Kleinwagens startet, würden der größte Absatzmarkt für das Modell, sagte Produktionschef Harald Krüger. Deshalb sei die i3-Fertigung in Leipzig planmäßig auf 100 von zuletzt rund 70 Elektroautos hochgefahren worden. Zum Vergleich: Im ganzen Werk in Leipzig, wo die Modelle der kleinen 1er-Reihe produziert werden, laufen jeden Tag bis zu 740 Autos vom Band.

Die Zahl der seit Jahresanfang gefertigten i3 beläuft sich nach Krügers Angaben auf mehr als 5000. Ein großer Teil davon stehe derzeit als Vorführ- und Ausstellungsfahrzeuge bei Händlern in Europa oder sei unterwegs zu Autohäusern in anderen Ländern. Wie viele i3 bereits an Kunden verkauft wurden, lässt BMW offen. Das Elektroauto, das seit November vergangenen Jahres auf dem Markt ist, kostet ab 35.000 Euro aufwärts. Die Zahl der Bestellungen bezifferte der Oberklasse-Hersteller kürzlich auf 11.000.

Die Bestseller von BMW

Platz 10

X6 - 36.668 verkaufte Fahrzeuge im Jahr 2013

Das Crossover aus SUV und Coupé wurde 2012 überarbeitet und verfügt serienmäßig über einen Allradantrieb. Bei den Kunden verkaufte sich das Dickschiff im Jahr 2013 um 16 Prozent schlechter.

Platz 9

7er - 56.000 verkaufte Fahrzeuge

Die Luxuslimousine von BMW konkurriert mit der neuen S-Klasse und dem Audi A8. Im vergangenen Jahr verkaufte sich das Spitzenmodell schlechter. Der Verkäufe sanken um 5,4 Prozent.

Platz 8

Mini Countryman - 101.897 verkaufte Fahrzeuge

Der kleine Crossover der britischen Tochter wird im BMW-Auftrag vom österreichischen Zulieferer Magna Steyr gefertigt. Im Jahr 2013 stagnieren die Verkäufe mit einem leichten Minus von 0,4 Prozent.

Platz 7

X5 - 107.231 verkaufte Fahrzeuge

Der dritte Generation des SUVs ging erst im vergangenen Jahr an den Start. Die Verkäufe im zweiten Halbjahr sanken trotzdem leicht um 1,2 Prozent.

Platz 6

Mini Hatch - 128.498 verkaufte Fahrzeuge

Der Klassiker ist auch in seiner Neuauflage seit Jahren ein Verkaufsschlager. Im vergangenen Jahr schrumpfte der Absatz trotzdem um 2,3 Prozent.

Platz 5

X3 - 157.303 verkaufte Fahrzeuge

Es gibt kaum ein Segment im Automarkt, das derart boomt wie die Kompakt-SUVs. Davon sichert sich BMW ein dickes Stück. Im Jahr 2013 steigen die Verkäufe um 5 Prozent, damit macht der kompakte Geländewagen zehn Prozent des BMW-Umsatzes aus.

Platz 4

X1 - 161.353 verkaufte Fahrzeuge

Seit 2012 wird der kleinste SUV von BMW auch in China produziert. Um satte 9,2 Prozent legten die Verkäufe im Gesamtjahr zu.

Platz 3

1er - 213.611 verkaufte Fahrzeuge

Die Kompaktklasse war jahrelang ein Zugpferd des Wachstums. Mittlerweile sinkt der Absatz aber wieder. Im Jahr 2013 gingen die Verkäufe um 5,8 Prozent zurück. 72 Prozent aller verkauften 1er sind Fünftürer.

Platz 2

5er - 366.992 verkaufte Fahrzeuge

Die Mittelklasse bei BMW kommt in drei Varianten daher. Limousine, Touring und Gran Turismo verkauften sich im Jahr 2013 insgesamt um 2,2 Prozent besser.

Platz 1

3er - 500.332 verkaufte Fahrzeuge

Der Bestseller von BMW kommt mittlerweile in fünf Varianten daher. Limousine, Touring, Coupé, Cabrio und Gran Turismo verkaufen sich 30,2 Prozent besser als im Vorjahr. Den Großteil machen Limousine und Touring-Varianten aus.

Die Wartezeit liegt bei sechs Monaten - und könnte sich noch verlängern, wenn die Händler in den USA mit Fahrzeugen ausgestattet werden, wie Vertriebschef Ian Robertson im März sagte. In den Vereinigten Staaten entscheiden sich Käufer meist direkt im Autohaus für einen dort ausgestellten Wagen; in Deutschland ist es dagegen üblich, dass Kunden sich ihr Wunschmodell samt individueller Ausstattung und allen Extras aufwendig zusammenstellen und es dann ordern.

Mit dem i3 will BMW im Nischenmarkt Elektroauto eine führende Rolle spielen. Fachleute rechnen für dieses Jahr mit einem Absatz von rund 25.000 Stück und 40.000 im nächsten Jahr. Rechnet man die derzeitigen Produktionszahlen in Leipzig hoch, ergibt sich eine Gesamtzahl von 20.000 batteriebetriebenen Kleinwagen, die in diesem Jahr hergestellt werden. Weltweit wurden zuletzt etwa 200.000 Elektroautos im Jahr verkauft.


Von

rtr

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