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21.12.2011

09:31 Uhr

Hohe Nachfrage

Deutsche kaufen mehr Weihnachtsbäume

Die Deutschen haben 2011 mehr Weihnachtsbäume gekauft als im vergangenen Jahr. Erfreulich: die weihnachtlichen Schmuckstücke sind nicht teurer geworden. Allerdings sind sie im Schnitt kleiner als 2010.

29,1 Millionen Weihnachtsbäume sind dieses Jahr verkauft worden - 100.000 mehr als im vergangenen Jahr. dpa

29,1 Millionen Weihnachtsbäume sind dieses Jahr verkauft worden - 100.000 mehr als im vergangenen Jahr.

Berlin/Bad HonnefOb fürs Wohnzimmer oder die Terrasse: Die Deutschen kaufen immer mehr Weihnachtsbäume. Die Gesamtzahl der verkauften Bäume stieg in diesem Jahr noch einmal leicht um 100.000 auf 29,1 Millionen - bei stabilen Preisen.

Dafür seien die Weihnachtsbäume mit einer durchschnittlichen Größe von 1,63 Metern um einige Zentimeter kleiner ausgefallen, teilte der Hauptverband der Deutschen Holzindustrie (HDH) mit. Ganz im Gegensatz zu 2010: Damals hatte der Verband noch berichtet, die Bäume seien mit 1,69 Metern größer als ein Jahr zuvor.

Zwar sei der vergangene, feuchte Sommer gut für die Bäume gewesen. Aber schon im Vorjahr seien viele Weihnachtsbäume verkauft worden und die jungen Bäume „kamen beim Wachstum nicht nach“, sagte HDH-Sprecherin Ursula Geismann. Ohnehin würden die Bäume wegen der steigenden Nachfrage heute früher geerntet - nach acht bis zwölf Jahren. „Früher waren es zwölf bis 15 Jahre und der Tannenbaum konnte höher wachsen“, sagte HDH-Hauptgeschäftsführer Dirk-Uwe Klaas.

Außerdem sei die Nachfrage in diesem Jahr schon früh recht stark gewesen, auch ohne Winterwetter, sagte Geismann. „Die Leute haben Lust auf den Brauch, sie empfinden das nicht als Kitsch“, erklärte sie. Vor allem für Hotels, Fußgängerzonen oder Schulen seien Weihnachtsbäume gekauft worden. Und auch draußen, etwa auf Balkon oder Terrasse, gebe es mehr Weihnachtsbäume: „Der Hang zum Zweitbaum ist geblieben.“

In den Wohnungen der Deutschen werde es wohl ebenfalls mehr Weihnachtsbäume geben, sagte Geismann. Die Tourismusverbände meldeten weniger Reisen, die Menschen in Deutschland blieben in der Weihnachtszeit eher zu Hause. Die Folge: „Wir verkaufen voraussichtlich mehr Bäume.“

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