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27.05.2013

11:19 Uhr

Hohe Verluste

Mercedes-Niederlassungen droht Schließung

Laut Medienberichten will das Traditionsunternehmen überprüfen, welche deutsche Niederlassungen verkauft oder geschlossen werden können. Grund dafür sind die herben Verluste im vergangenen Jahr.

Daimler prüft die Kosten der Niederlassungen. Reuters

Daimler prüft die Kosten der Niederlassungen.

StuttgartDer Autobauer Daimler stellt sein deutsches Niederlassungsnetz auf den Prüfstand. Wie die Branchenzeitung „Automobilwoche“ berichtet, sollen einzelne Niederlassungen verkauft, zusammengelegt oder kleinere Standorte geschlossen werden. Eine Daimler-Sprecherin sagte am Montag auf dpa-Anfrage, die Niederlassungen würden angesichts sich ändernder Marktbedingungen laufend überprüft. Eigene Standorte seien für Daimler besonders wichtig, um den direkten Kontakt mit Kunden zu haben. Allerdings müssten sie dem Wettbewerb standhalten.

Nach Informationen der Zeitung machte das deutsche Niederlassungsnetz 2012 bei fast zehn Milliarden Euro Umsatz einen Verlust von 45 Millionen Euro. Der Autobauer hat hierzulande 34 Niederlassungen mit 144 Standorten und 16.000 Mitarbeitern.

Die zehn größten Autohersteller Europas 2012

Platz 10

Nissan

Verkaufte Fahrzeuge: 0,42 Millionen (-6,3 Prozent gegenüber Vorjahr)

Platz 9

Toyota

Verkaufte Fahrzeuge der Marken Toyota und Lexus: 0,5 Millionen (-3,1 Prozent gegenüber Vorjahr)

Platz 8

Daimler

Verkaufte Fahrzeuge der Marken Mercedes-Benz und Smart: 0,63 Millionen (-3 Prozent gegenüber Vorjahr)

Platz 7

BMW Gruppe

Verkaufte Fahrzeuge der Marken BMW und Mini: 0,77 Millionen (-1,8 Prozent gegenüber Vorjahr)

Platz 6

Fiat Gruppe

Verkaufte Fahrzeuge der Marken Fiat, Lancia/Chrysler, Alfa Romeo, Jeep: 0,78 Millionen (-16,1 Prozent gegenüber Vorjahr)

Platz 5

Ford

Verkaufte Fahrzeuge: 0,91 Millionen (-13,2 Prozent gegenüber Vorjahr)

Platz 4

General Motors

Verkaufte Fahrzeuge der Marken Opel, Vauxhall, Chevrolet, GM: 0,98 Millionen (-13,8 Prozent gegenüber Vorjahr)

Platz 3

Renault Gruppe

Verkaufte Fahrzeuge der Marken Renault, Dacia: 1,03 Millionen (-19,1 Prozent gegenüber Vorjahr)

Platz 2

PSA Gruppe

Verkaufte Fahrzeuge der Marken Peugeot und Citroën: 1,43 Millionen (-12,9 Prozent gegenüber Vorjahr)

Platz 1

Volkswagen

Verkaufte Fahrzeuge der Marken VW, Audi, Seat, Skoda: 2,98 Millionen (-1,6 Prozent gegenüber Vorjahr)

Quelle

Dem Bericht zufolge erwägt zudem ein Private-Equity-Fonds, ein Angebot für wesentliche Teile des Netzes vorzulegen. Auch der US-Autohändler Penske wird demnach als Kaufinteressent gehandelt. „Der Vorstand will die Struktur des deutschen Vertriebs verändern“, sagte ein Arbeitnehmervertreter dem Blatt. Pläne über einem kompletten Verkauf der Niederlassungen gebe es derzeit aber nicht.

Von

dpa

Kommentare (22)

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hiram

27.05.2013, 13:10 Uhr

Ich verstehe die Aufregung nicht.
Daimler kann doch über Amazon verkaufen, da habe ich den 600 dann übermorgen mit DHL. Warum da noch Niederlassungen

HB-Leser

27.05.2013, 13:46 Uhr

Es läuft nicht mehr bei Daimler, dass ist alles! Aber ich verstehe die Aufregung nicht, jahrelang haben die Mitarbeiter von Daimler alles unternommen, die Kunden zu verkraulen. Jetzt endlich haben sie Erfolg und keiner lobt die Mitarbeiter dafür! Die Kunden wurden (wenn überhaupt wahrgenommen) von oben herab behandelt, als ob sie arme Bittsteller wären! Nun ja, jetzt ist Daimler Bittsteller und so wollte dies ja die Geschäftsführung! Grund: Endlich hat man einen Grund die teueren Mitarbeiter rauszuschmeißen und durch billge ausländische Werkverträgler zu ersetzen!

denk-ich-an-DAIMLER-----oh-jeee

27.05.2013, 14:25 Uhr

Onkel Edzard hatte seinerzeit die Niederlassungen (u. a. in Frankfurt) , die alle der Firma DAIMLER gehörten, verschleudert, damit er seine Verluste mit AEG, Dornier, MBB teilweise kaschieren konnte. In Summe hatte er Verluste von fast 100 Milliarden DM mit seiner chaotischen Einkaufstour bei Pleitefirmen zu verantworten.

Jürgen hat ihn dann noch übertroffen: das Chrysler Abenteuer hat DAIMLER nochmals 100 Milliarden (diesmal EURO) gekostet. Jürgen hat sich ohne Haftungszahlungen für sein Mismanagement verdrückt.

Nun ist Neffe Dieter Z. an der Reihe:

-- Fehlkonzept A-Klasse als Entwicklungschef (W168)
-- Als Insider hat er CHRYSLER gekannt. Dennoch hat er fast ein Jahr gezögert, um sich von CHRYSLER mit 20 Mia EUR Verlust (an Cerberus) zu trennen.
-- Mit der Formel 1 hat er in 10 Jahren mindestens 5 Mia EUR versenkt
-- Das China- Ggeschäft hat er jahrelang verpennt (falsches Vertriebskonzept und zu wenige Werke in China)

Beim DAIMLER zählt nicht technische Kompetenz oder Qualifikation, sondern "Beziehungen" und "political good-will"...

Gute Nacht DAIMLER !



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