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27.01.2004

10:25 Uhr

Hoher Verlust in ersten neun Monaten

Heidelberger Druck sieht Hoffnungsschimmer

Der weltgrößte Druckmaschinenhersteller Heidelberger Druck hat in den ersten neun Monaten des Geschäftsjahres 2003/04 weiter rote Zahlen geschrieben. Der Abschied vom Geschäft mit Rollenoffset-Druckmaschinen und Kosten für den Konzernumbau belasteten. Anziehende Budgets der Werbekundschaft und eine stabilere Auftragslage stimmen das Management aber wieder etwas optimistischer.

HB STUTTGART. Der Betriebsverlust vor Restrukturierungskosten habe in den ersten neun Monaten 2003/04 bei 90 Mill. € gelegen, teilte die Heidelberger Druckmaschinen AG am Dienstag mit. Unter dem Strich stand sogar ein Verlust von 725 (2002/03: minus 82) Mill. € zu Buche, weil der Druckmaschinenbauer 525 Mill. € statt der bisher veranschlagten 400 Mill. zurückstellt - vor allem für geplante Abschreibungen auf die Bereiche Rollenoffset und Digitaldruck.

Relativ stabile Auftragseingänge und ein Betriebsgewinn von drei Mill. € im dritten Quartal (bis Ende Dezember) lassen Vorstandschef Bernhard Schreier aber an eine Trendwende in der Druckmaschinen-Branche glauben: „Wir gehen davon aus, dass sich nach drei Jahren stark rückläufiger Entwicklung die Umkehr des Trend bestätigt. Leicht anziehende Werbebudgets geben Anlass zur Hoffnung“, erklärte er. Bis zum Ende des Geschäftsjahres Ende März wolle der Konzern den operativen Verlust trotz eines erwarteten Umsatzrückgangs um zehn Prozent auf 3,7 Mrd. € noch ausgleichen, bekräftigte Finanzchef Herbert Meyer. Die Heidelberger spüren wie auch die größten Konkurrenten MAN Roland und König & Bauer seit Jahren die Krise der Medien- und Werbebranche - ihrer wichtigsten Kundengruppe.

Die im MDax notierte Aktie eröffnete den Handel auf dem Vortagesniveau von 31,25 €. Der Anteilsschein des 50-prozentigen Eigentümers RWE gab dagegen um mehr als ein Prozent auf rund 33 € nach und gehörte damit zu den größten Verlierern im Deutschen Aktienindex.

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