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22.03.2012

15:19 Uhr

Holzverarbeiter

100 Millionen Euro Beraterkosten drücken Pfleiderer

VonSönke Iwersen

ExklusivDer verschuldete Holzverarbeiter muss mehr als 100 Millionen für Anwälte und Berater aufbringen. Der Großteil fällt bei Pfleiderers Gläubigern an, das Unternehmen muss diese Kosten aber tragen.

Der Großteil der Beraterkosten fallen bei Pfleiderers Gläubigern an, also bei Banken und Hedge-Fonds. dpa

Der Großteil der Beraterkosten fallen bei Pfleiderers Gläubigern an, also bei Banken und Hedge-Fonds.

DüsseldorfDie hoch verschuldete Pfleiderer AG muss im Rahmen ihrer Sanierung mehr als 100 Millionen Euro für Anwälte und Sanierungsberater aufbringen. Dies berichtet das Handelsblatt unter Berufung auf interne Unterlagen. Ein Sprecher von Pfleiderer wollte diese Zahl auf Anfrage nicht kommentieren.

Nach Angaben des Handelsblattes die verteilen sich die Beratungskosten auf 70 Millionen Euro im Jahr 2011 und 37 Millionen Euro im Jahr 2012. Dabei würden nur 30 Prozent dieser Beratungsleistungen von Pfleiderer selbst in Anspruch genommen.

Der Großteil würde bei Pfleiderers Gläubigern, also Banken und Hedge-Fonds anfallen. Auch diese Kosten aber müsse Pfleiderer tragen.

„Die Gesellschaft ist da in einer unglücklichen Lage“, sagt ein Sprecher von Pfleiderer dem Handelsblatt. „Es ist einfach so, dass diese Situation vertraglich klar geregelt ist. Wenn Kredite eines Unternehmens restrukturiert werden, haben die kreditgebenden Banken das Recht, sich Berater zu nehmen. Und die Kosten dafür trägt das Unternehmen.“

Die Pfleiderer AG, Europas größter Holzverarbeiter, kämpft derzeit ums Überleben. Der Konzern schreibt rote Zahlen und ist mit rund 1,4 Milliarden Euro verschuldet. Vorstandschef Hans Joachim Ziems sagte in dieser Woche, er schließe eine Insolvenz nicht aus.

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