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14.07.2011

12:15 Uhr

Holzverarbeiter

Pfleiderer erwartet 2011 tiefrote Zahlen

Der Holzverarbeiter hat sich die Dienste externer Berater viel Kosten lassen - die Hälfte des Verlusts machen die Ausgaben laut Vorstand Hans-Joachim Ziems aus. Im operativen Geschäft erwartet er einen Gewinn.

Der Schriftzug der Pfleiderer AG vor dem Werksgelände im oberpfälzischen Neumarkt. Quelle: dpa

Der Schriftzug der Pfleiderer AG vor dem Werksgelände im oberpfälzischen Neumarkt.

MünchenDer schwer angeschlagene Holzverarbeiter Pfleiderer wird trotz Fortschritten im operativen Geschäft 2011 erneut tiefrote Zahlen schreiben. Der Nettoverlust werde sich vermutlich auf rund 100 Millionen Euro summieren, sagte der seit April amtierende und für die Restrukturierung zuständige Vorstand Hans-Joachim Ziems in München.

Hauptgrund für die schlechten Zahlen seien die immensen Kosten für externe Berater wie Roland Berger, BCG oder auch seine eigene Beratungsgesellschaft für Sanierungsfälle. Sie dürften in etwa die Hälfte des Verlustes ausmachen, seien aber einmaliger Natur. Im operativen Geschäft werde es 2011 und auch 2012 einen Gewinn geben, ergänzte Ziems.

Dank Preissteigerungen und den jüngsten Werksschließungen in Deutschland stabilisiere sich das westeuropäische Geschäft immer mehr. Osteuropa laufe gut und solle in den nächsten Jahren ausgebaut werden. Keine Perspektive sieht Ziems für das defizitäre Nordamerikageschäft. Dies solle bis Mitte 2012 abgestoßen werden. „Wir haben Interessenten und werden auf jeden Fall einen positiven Kaufpreis erzielen.“ Pfleiderer ist derzeit Deutschlands größter Sanierungsfall.

Stimmen die Aktionäre nächste Woche nicht dem Rettungskonzept zu, das ihnen sehr harte Einschnitte abverlangt, droht innerhalb weniger Wochen die

Von

rtr

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