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12.06.2015

14:50 Uhr

Honda

Airbag-Skandal wird teurer als gedacht

Honda muss wegen des Airbag-Skandals mit deutlichen Zusatzkosten rechnen. Die Bilanz des Autobauers für das Geschäftsjahr 2014/15 wird wohl nachträglich mit mehr als 300 Millionen Euro belastet.

Honda wird mit am stärksten von dem Skandal um defekte Airbags des Zulieferers Takata in Mitleidenschaft gezogen. AFP

Rückrufwelle

Honda wird mit am stärksten von dem Skandal um defekte Airbags des Zulieferers Takata in Mitleidenschaft gezogen.

Tokio/FrankfurtDer Airbag-Skandal wird für Honda noch kostspieliger als bislang gedacht. Der drittgrößte japanische Auto-Hersteller teilte am Freitag mit, in der Bilanz für das Geschäftsjahr 2014/15 wohl nachträglich zusätzliche Kosten in Höhe von umgerechnet 324 Millionen Euro verbuchen zu müssen. Ein Konzern-Sprecher sagte, wegen US-Rechnungslegungsvorschriften müssten die Aufwendungen in das vergangene Geschäftsjahr einfließen, das am 31. März endete. Noch im Juni werde es die genauen Zahlen geben. Nach bisherigen Daten war der operative Gewinn bereits um 13 Prozent zum Vorjahr gefallen.

Honda wird mit am stärksten von dem Skandal um defekte Airbags des Zulieferers Takata in Mitleidenschaft gezogen. Das Problem kann dazu führen, dass die Luftkissen, die eigentlich für mehr Sicherheit im Fahrzeug sorgen sollen, unkontrolliert explodieren und dabei Metallteile herumschleudern. Sechs Menschen kamen im Zusammenhang mit den fehlerhaften Airbags ums Leben, alle in Honda-Autos.

Seit 2008 sind branchenweit mehr als 53 Millionen Fahrzeuge von dem Defekt betroffen. In Deutschland liegt die Zahl der Rückrufe dem Kraftfahrt-Bundesamt zufolge allerdings bisher weit unter einer Million. Von den deutschen Herstellern muss BMW die Luftkissen austauschen lassen. Daneben müssen hierzulande unter anderem auch Pkw von Toyota, Mazda, Honda, Nissan und General Motors in die Werkstätten gebracht werden.

Von

rtr

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