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10.09.2013

01:11 Uhr

IAA

Piech: Ich bleibe mindestens bis 2017

Vor der offiziellen Eröffnung begann in Frankfurt die IAA bereits mit den traditionellen Marken- und Konzernabenden. Bei der Schau von Volkswagen ging es neben allen Autos vor allem um einen: Aufsichtsratschef Piech.

Bemühten sich, Normalität zu signalisieren: VW-Aufsichtsratschef Ferdinand Piech mit dem Aufsichtsratsvorsitzenden von Porsche, Wolfgang Porsche. dpa

Bemühten sich, Normalität zu signalisieren: VW-Aufsichtsratschef Ferdinand Piech mit dem Aufsichtsratsvorsitzenden von Porsche, Wolfgang Porsche.

Frankfurt Als Ferdinand Piech den Veranstaltungsort im Frankfurter Stadtteil Höchst betritt, gilt das erste Interesse seiner Ehefrau den Fluchtmöglichkeiten: „Kommt man da oben auch raus?“, fragt Ursula Piech besorgt einen Sicherheitsmann, als sie die Menschenmengen auf den steilen Rängen der Fraport Arena erblickt, die am Vorabend des Internationalen Automobil-Ausstellung (IAA) der Einladung von Volkswagen gefolgt sind. Dann setzt sich das Ehepaar auf für sie reservierte Plätze hoch über der Bühne, umringt von den Vorständen des Wolfsburger Konzerns.

VW-Aufsichtsratschef Piech - im grauen Nadelstreifenanzug und roter Krawatte - lächelt in die zahllosen Kameras und lässt das Blitzlichtgewitter stoisch über sich ergehen. Er begrüßt Manager mit Handschlag. Seine Frau - im dunkelblauen Kleid mit rotem Schal über der Schulter wie immer ein Farbtupfer neben ihm - winkt ins Publikum. Das Signal, das von dem Auftritt des Ehepaars ausgehen soll, heißt: Normalität. Es soll so sein wie immer, wenn Volkswagen am Vorabend der wichtigen Automesse zusammen mit Journalisten und geladenen Gästen seine Neuheiten präsentiert.

Doch diesmal ist nichts wie immer. Nach den durch einen Zeitungsbericht neu entfachten Gerüchten über Piechs Gesundheitszustand sind mehr Journalisten in die ehemalige Ballsporthalle in Höchst gekommen als sonst. Die Halle platzt förmlich aus allen Nähten. Mehrere Journalisten und Prominente verfolgen die Bühnenschau auf Monitoren in den Gängen und im Foyer der Halle, weil drinnen kein Platz ist.

Im Innenraum rollen gerade das Elektroauto e-Up und der batteriegetriebene Golf auf die Bühne. Audi zeigt den kompakten A3 e-tron, ein Hybridauto, dessen Batterie an der Steckdose aufgeladen werden kann. Porsche präsentiert die Oberklasselimousine Panamera S e-Hybrid, der ebenfalls ein herkömmliches Verbrennungsaggregat mit einem Elektromotor kombiniert. „Wir treten hier nicht mit zwei oder drei Nischenmodellen an“, stichelt Konzernchef Martin Winterkorn gegen die Konkurrenz.

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Volkswagen

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Den neuen Van-Ableger des Golf präsentiert VW auf der IAA. Das Modell erweitert Mitte 2014 die Golf-Familie, als Nachfolger des Golf Plus. Und der Name des Neuen klingt auch direkt viel jünger: Sportsvan.

Volkswagen habe die Elektromobilität „in die Mitte des Konzerns geholt“. Damit seien die Voraussetzungen erfüllt, um Volkswagen bis 2018 auch bei Elektroautos zur Nummer eins zu machen. Bis 2018 wollen die Wolfsburger die Konkurrenten Toyota und General Motors ohnehin hinter sich lassen und das Zepter als größter Autobauer der Welt selbst in Händen halten. Auch dies ist ein Signal dieses Abends.

Als die Bühnenschau vorüber ist, blicken wieder alle auf Piech. Geht er oder bleibt er? Stellt er sich den Fragen der Journalisten? „Ich bleibe Ihnen noch mindestens so lange erhalten, wie mein Vertrag läuft“, sagt Piech ungewohnt wortreich in das Mikrofon eines Radiosenders und fügt hinzu: „Mir geht es gut.“

Kommentare (1)

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10.09.2013, 05:10 Uhr

Ich habe soeben mit diesem artikel meine Frau überzeugt, daß sie ab sofort Bild der Frau, Gala und Co abbestellt. Sie sind da besser inklusive der Beschreibung des Outfits von Fr. Piech.

Ich habe schon am Freitag gesagt, daß das Thema Gesundheitszustand von Hr. Piech eine Ente ist.

Wahrscheinlich gestreut von einem ehemaligen. Zum Beispiel den aus dem schönen Rüselsheim.

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