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20.09.2011

13:58 Uhr

IATA-Prognose

Trübe Aussichten für die Luftfahrtindustrie

Himmlische Zuwächse, rosige Zukunft: Das war gestern. Für 2012 zeichnet der Branchenverband IATA ein trübes Bild. Die Luftfahrtindustrie muss mit herben Gewinneinbrüchen rechnen. Besonders schwer trifft es die Europäer.

Luftaufnahme des Flughafens in Frankfurt am Main. dpa

Luftaufnahme des Flughafens in Frankfurt am Main.

SingapurGute und schlechte Nachrichten für die Luftfahrtbranche: Der Branchenverband IATA erwartet, dass die Fluggesellschaften weltweit in diesem Jahr 6,9 Milliarden US-Dollar verdienen, deutlich mehr als die zuletzt angekündigten 4,0 Milliarden nach 16 Milliarden im Vorjahr. Das entspräche einer Marge von 1,2 Prozent. Grund dafür sei die überraschend starke Nachfrage nach Flugtickets, während die hohen Treibstoffpreise der Branche weiter zu schaffen machen.

Auf die guten Aussichten für das laufende Jahr reagieren die Anleger zunächst positiv. Im frühen Handel bauen die Aktien der Deutschen Lufthansa ihre Kursgewinne auf plus 2,41 Prozent bei 11,055 Euro aus - um keine zwei Stunden später abzuschmieren. Denn obwohl der Branchenverband Europas Fluglinien deutlich mehr Gewinn zutrautraut, kappt Europas größte Fluggesellschaft ihre Gewinnpläne für das laufende Jahr.

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Für 2012 zeichnete IATA-Generalsekretär Tony Tyler bei der Vorlage der Prognose am Dienstag in Singapur ein trüberes Bild: Ein nachlassendes Wirtschaftswachstum in den westlichen Volkswirtschaften dürfte den Gewinn der Branche auf 4,9 Milliarden Dollar einbrechen lassen. Der IATA deckt mit seinen Mitgliedern 93 Prozent des weltweiten Luftverkehrs ab.

Den stärksten Rückgang sagt die IATA für 2012 den europäischen Fluggesellschaften voraus. Während der Verband die Gewinnprognose für 2011 von 500 Millionen auf 1,4 Milliarden Dollar nach oben schraubte, erwartet er für das kommende Jahr nur noch einen Profit von 300 Millionen Dollar. Von einem leicht sinkenden Ölpreis könnten die Gesellschaften kaum profitieren, da sie ihre Einkaufspreise für Treibstoff vielfach abgesichert hätten.

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