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13.08.2013

23:49 Uhr

Illegale Absprachen?

São Paulo will Siemens verklagen

Der deutsche Siemens-Konzern soll bei der Ausschreibung für den U-Bahnbau in der brasilianischen Metropole São Paulo illegale Absprachen getroffen haben. Die Behörden drohen deshalb mit gerichtlichen Schritten.

Ein Logo von Siemens. dpa

Ein Logo von Siemens.

São PauloDie Behörden von São Paulo haben wegen mutmaßlicher illegaler Absprachen bei der Ausschreibung des U-Bahnbaus eine Zivilklage gegen den deutschen Siemens-Konzern angekündigt.

Wenn sich herausstelle, dass andere Unternehmen an dem Kartell beteiligt gewesen seien, würden auch sie verklagt, sagte der Gouverneur des Bundesstaates São Paulo, Geraldo Alckmin, am Dienstag bei einer Pressekonferenz.

Die illegalen Absprachen hätten sowohl dem Bundesstaat São Paulo als auch örtlichen Unternehmen geschadet. Diese sollten daher auch von gerichtlich erwirkten Entschädigungszahlen profitieren, führte der Gouverneur aus.

Die Behörden verdächtigen Siemens, sich bei der Ausschreibung des Metro-Baus mit anderen ausländischen Unternehmen abgesprochen zu haben. Der deutsche Konzern hatte den Behörden demnach zwei Mal Auskünfte dazu verweigert.

Die brasilianische Justiz verschaffte der Regierung von São Paulo aber schließlich Zugang zu den Informationen, wie örtliche Medien vergangene Woche berichteten. Siemens habe dem brasilianischen Kartellamt die Unterlagen freiwillig übergeben, um einen Strafprozess zu verhindern, hieß es in den Berichten.

Das deutsche Unternehmen hatte sich demnach mit dem französischen Unternehmen Alstom, CAF aus Spanien, Bombardier aus Kanada und dem japanischen Unternehmen Mitsui abgesprochen

Von

afp

Kommentare (3)

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Brasil

14.08.2013, 02:02 Uhr

Es handelt sich um Ablenkungsmanöver, weil am Freitag die Frist für die Vergabe des Hochgeschwindigkeits zwischen Rio und Sao Paulo abläuft und Siemens so schnell auf das Millarden Dollar Projekt eingehen möchte.

Brasil

14.08.2013, 02:05 Uhr

Korrektur : Es handelt sich um Ablenkungsmanöver, weil am Freitag die Frist für die Vergabe des Hochgeschwindigkeitszuges zwischen Rio und Sao Paulo abläuft und Siemens nicht so schnell auf das Millarden Dollar Projekt eingehen möchte.

Observer

14.08.2013, 08:49 Uhr


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